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Vitamin D3 über die Muttermilch geben

Es gehört fast schon zum Allgemeinwissen: Babys, die mit Muttermilch gestillt werden, müssen zusätzliches Vitamin D3 erhalten. Aber als Mutter können Sie auch einfach selbst das zusätzliche Vitamin D3 einnehmen, anstatt es dem Kind einzuflößen. Eine in Pediatrics veröffentlichte Studie zeigt, dass die Wirkung auf den Säugling bei einer ausreichend hohen Dosis die gleiche ist.

An der randomisierten klinischen Studie nahmen 334 stillende Mütter mit ihren Säuglingen teil. In einer Gruppe erhielt das Baby 10 mcg Vitamin D3 pro Tag und die Mutter nichts. In einer anderen Gruppe erhielt das Baby nichts und die Mutter 160 mcg pro Tag.

Wie sich zeigte, unterschieden sich die Vitamin-D3-Blutspiegel bei den Babys im Endeffekt nicht voneinander. Dies zeigt, dass eine Supplementierung der Mutter mit 160 mcg Vitamin D3 für einen angemessenen Blutspiegel beim Baby sorgt. Weiterhin zeigte sich, dass diese hohe Dosis den D3-Spiegel der Mutter auf sichere und signifikante Weise erhöht.

„Supplementierung mit 160 mcg Vitamin D3 pro Tag bei der Mutter sorgt auf sichere Weise für eine ausreichend hohe Dosis von Vitamin D in der Muttermilch, um die Bedürfnisse des Säuglings zu erfüllen. Somit bietet sie eine Alternative zur direkten Supplementierung von Vitamin D“, erklärten die Forscher.

Der größte Vorteil dabei ist, dass man gleichzeitig den Vitamin-D3-Status bei der Mutter und beim Kind verbessert. Auch schafft diese Methode Abhilfe, wenn das Baby D3-Tropfen und mit Vitamin D3 angereicherte Nahrung verweigert oder zum Beispiel aufgrund einer Allergie nicht verträgt.

Weiterhin sollte nicht vergessen werden, dass die Weitergabe von ausreichend Vitamin D3 über die Muttermilch im Grunde die natürliche Situation darstellen sollte. Dies betont auch John Cannell, Arzt und Gründer der US-amerikanischen Vitamin-D-Beratungsstelle Vitamin D Council.

„Die Frage ist, wie viel Sonnenlicht oder Vitamin D pro Tag nötig ist, um menschliche Muttermilch zu einer guten Quelle für die Entwicklung des Säuglings zu machen. Und wenn dazu 160 mcg erforderlich sind: Sollte dies dann nicht auch die Empfehlung für stillende Mütter sein? “

Die derzeitigen RDA-Empfehlungen in den Niederlanden sehen jedoch für schwangere Frauen lediglich 7,5 Mikrogramm pro Tag vor, viel zu wenig, um genügend Vitamin D3 in der Muttermilch zu gewährleisten. Auch die Supplementierungsempfehlung des niederländischen Gesundheitsrates liegt mit 10 mcg pro Tag viel zu niedrig.

Literatur

  1. Hollis BW1, Wagner CL, Howard CR, Ebeling M, Shary JR, Smith PG, Taylor SN, Morella K, Lawrence RA, Hulsey TC, Maternal Versus Infant Vitamin D Supplementation During Lactation: A Randomized Controlled Trial, Pediatrics. 2015 Oct;136(4):625-34.
  2. Cannell J., https://www.vitamindcouncil.org/blog/study-shows-breastfeeding-women-need-6400-iuday-to-maintain-infants-vitamin-d-levels/, October 12, 2015.

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