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Durchschlafen? Zum Glück nicht!

Schläft das Baby schon durch? Viele Eltern würden diese Frage nur zu gerne mit „Ja“ beantworten. Pech für die Eltern, denn für das Baby ist Durchschlafen gar nicht so günstig. Dies behauptet Peter Fleming von der Universität Bristol (England).

Was kann man dagegen tun? „Wir müssen akzeptieren, dass sich ein Baby nicht nach uns richtet“, sagt Forscher Peter Fleming von der Universität Bristol. Das Problem dabei ist nicht das Baby: Das Problem ist die Diskrepanz zwischen unserer heutigen Gesellschaft und dem evolutionären Biorhythmus des Babys. Das ursprüngliche Schlafmuster hat sich seit Millionen von Jahren selbst kaum verändert, es passt nur einfach nicht mehr in unsere überfüllten Zeitpläne. Eltern müssen ihre Erwartungen dem Umstand anpassen, dass das Baby seinen evolutionären „Rückstand“ zunächst nicht einholt.                                                                                                                                                                            

Gibt es da denn gar nichts Tröstliches zu berichten? Glücklicherweise doch. Verschiedene Studien zeigen, dass sich Babys, die viel wach sind, im kognitiven Bereich stärker entwickeln. Auch nächtliches Aufwachen, zum Beispiel zur Nahrungsaufnahme, ist ein gutes Zeichen. Weiterhin zeigen Untersuchungen, dass Babys, die nachts gefüttert werden und bei ihren Eltern schlafen, mehr Empathie, weniger Depressionen und eine bessere Selbstkontrolle entwickeln. Es scheint, dass die jungen Gehirne eine konstante Zufuhr von Nährstoffen  benötigen, um sich optimal zu entwickeln. Das gilt auch für die Nacht. Wenn das Baby die ganze Nacht durchschläft, entsteht im Gehirn unweigerlich ein Nahrungsdefizit.

Die Empfehlung von Peter Fleming lautet daher, viel Kontakt mit dem Baby zu halten oder es mit ins Bett zu nehmen. „Die Vorstellung, dass es falsch ist, mit dem Baby in einem Bett zu schlafen, ist ganz einfach Unsinn. Ungefähr 90 Prozent der Säuglinge auf der Welt schlafen so. Das ist seit Tausenden von Jahren sogar die Norm“, betont Fleming.

Weiterhin warnt Fleming vor dem Gebrauch von Substanzen, die einen starken Einfluss auf das zentrale Nervensystem ausüben, wie zum Beispiel Rauchen, Alkohol und Drogen. Auch das gemeinsame Schlafen auf der Couch sollte besser vermieden werden, da es relativ häufig zu Unfällen führt.

Möchten Sie mehr über den evolutionären Hintergrund unserer Schlafmuster und anderer Biorhythmen erfahren? Dann können Sie bei uns an einem Lehrgang zum klinischen PNI-Therapeuten teilnehmen.

 

Literatur

  1. http://www.vrouwblog.nl/doorslapen-niet-beter-voor-baby/0503/
  2. Peter J Fleming, Making informed choices on co-sleeping with your baby, BMJ 2015;350:h563
Internetbureau W3S

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