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Geschlechtsspezifische Unterschiede bei Migräne

Sowohl Männer als auch Frauen können unter Migräne leiden. Dennoch gibt es große Unterschiede: Bei Frauen ist sie zwei bis drei Mal so häufig. Außerdem sind die Anfälle bei ihnen länger und stärker. Wie ist es bei Männern?

Es ist bekannt, dass Migräne bei Männern weniger häufig (10,3 %) als bei Frauen (23,1 %) auftritt. Anhand von Daten aus der Migräne Buddy App – mit der die Teilnehmer täglich ihre Migränesymptome festhielten – wurden die Unterschiede zwischen Männern und Frauen genauer untersucht.

Diese Studie bestätigt, dass Männer weniger und kürzer unter Migräne leiden. Sie haben weniger Schmerzen und ein Anfall ist in der Regel etwa eine Stunde kürzer als bei Frauen. Außerdem erleiden Männer durchschnittlich nur sechs Anfälle pro Monat statt sieben.

Die Daten zeigen, dass Männer bei Migräne häufiger depressiv und lichtempfindlich sind. Frauen sind dagegen eher empfindlich gegenüber Gerüchen und leiden häufiger unter Übelkeit. Männer nehmen seltener Medikamente gegen Migräne ein (53 %) als Frauen (60 %) und reden weniger über ihre Beschwerden.

Es zeigte sich, dass plötzliche Wetteränderungen sowohl bei Männern als auch bei Frauen ein wichtiger Auslöser sind. Änderungen bei Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Luftdruck können offenbar bei beiden Gruppen Migräne hervorrufen. Frauen geben Wetteränderungen häufiger als Ursache an als Männer, die wiederum vor allem körperliche Anstrengung als Auslöser ansehen.

Untersuchungen mit einem MRT-Scanner haben bereits im Jahr 2012 gezeigt, dass bei Männern und Frauen, die unter Migräne leiden, jeweils unterschiedliche Hirnareale betroffen sind. Bei Frauen scheint eine größere Überschneidung zwischen Schmerznetzwerken und den emotionalen Zentren des Gehirns zu bestehen, sodass die Wahrnehmung der Schmerzhaftigkeit eines Migräneanfalls verstärkt wird.

Bei Männern ist dies nicht so, was erklären könnte, warum sie weniger Schmerzen empfinden und weniger darüber reden. Männer zeigen jedoch eine reduzierte Aktivität im Belohnungssystem des Gehirns. Dies könnte eine Erklärung für die erhöhte Anfälligkeit für Depressionen während eines Migräneanfalls darstellen, aber die Forscher sind sich diesbezüglich noch nicht sicher.

Sowohl für Männer als auch für Frauen gilt, dass 80 mg Vitamin B6 in Verbindung mit 600 mg Magnesium die Schwere, Dauer und Häufigkeit der Migräne verringern können.

 

Literatur

  1. http://nationaalkompas.nl/gezondheid-en-ziekte/ziekten-en-aandoeningen/zenuwstelsel-en-zintuigen/migraine/trend/
  2. http://www.migrainetrust.org/factsheet-men-and-migraine-10916
Internetbureau W3S

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