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Fettsäuren: Warum und in welcher Form?

Montag 14 September 2020

Fette sind Teil einer gesunden Ernährung; sie sind eine Energiequelle und wichtige Bausteine für unseren Körper. Fettsäuren sind zum Beispiel Bestandteil verschiedener Hormone, unserer Zellmembranen und Kommunikationssysteme. Aber welche Fettsäuren sind nun eigentlich wichtig? Und worauf sollten Sie achten, wenn Sie sich für eine Supplementierung entscheiden?

Warum Fettsäuren

Es werden verschiedene Arten von Fettsäuren benötigt, damit unser Körper optimal funktionieren kann. Dabei unterscheiden wir zwischen essentiellen Fettsäuren und nicht-essentiellen Fettsäuren. Essentielle Fettsäuren sind die Fettsäuren, die unser Körper nicht selbst produziert und die wir daher über die Nahrung aufnehmen müssen. Nicht-essentielle Fettsäuren können im Körper selbst produziert werden.

Bei den essentiellen Fettsäuren können wir zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren unterscheiden. Die essentielle Omega-6-Fettsäure Linolsäure (LA) ist in unserer westlichen Ernährung am häufigsten anzutreffen und kommt unter anderem in pflanzlichen Fetten und Ölen sowie in Fleisch vor. Die essentielle Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure (ALA) ist u. a. in Lein-, Walnuss- und Rapsöl enthalten. Aus LA kann unser Körper Gamma-Linolensäure (GLA) und Arachidonsäure (AA) herstellen. Aus ALA kann der Körper Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) aufbauen. Omega-3-Fettsäuren einschließlich EPA und DHA kommen natürlich in Meeresfrüchten wie öligem Fisch, Krill oder Algen vor. Idealerweise sollte das Fettsäureverhältnis von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in unserer Ernährung zwischen 1:1 und 1:5 liegen. Bei unserer derzeitigen Ernährung sehen wir, dass das Verhältnis eher bei 1:15 bis 1:20 oder noch höher liegt Für ein gutes Gleichgewicht zwischen den Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren kann es eine gute Idee sein, die Omega-3-Fettsäuren täglich zu ergänzen.

Metabolismus von essentiellen Fettsäuren

Die meisten essentiellen Fettsäuren sind im Körper nicht direkt aktiv, sondern werden von Enzymen in Metaboliten umgewandelt, aus denen z. B. Hormone, Immunstoffe und Moleküle hergestellt werden, die bei der Aufrechterhaltung des Cholesterinspiegels eine Rolle spielen. Für die Umwandlung von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren werden die gleichen Enzyme verwendet, so dass die Fettsäuren um die Enzyme konkurrieren. Die Enzyme, die für die geschwindigkeitsbestimmenden Schritte (den langsamsten Reaktionsschritt) verantwortlich sind, sind Delta-6-Desaturase und Elongase.

Eine hohe Zufuhr von Omega-6-Fettsäuren sorgt dafür, dass in 95-99,5 % der Fälle die Enzyme für die Umwandlung von Omega-6-Fettsäuren verwendet werden, auf Kosten der Umwandlung von Omega-3-Fettsäuren. Fettsäuren werden daher nicht in gleichem Maße in ihre Metaboliten umgesetzt. Je weiter in der Umwandlungskette, desto weniger Metaboliten werden gebildet. Um diese schwierige Umwandlung zumindest teilweise zu umgehen, können wir statt ALA oder LA auch Fettsäuren zu uns nehmen, die sich bereits weiter in der Umwandlungskette befinden, nämlich die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA und die Omega-6-Fettsäure GLA. Wir gewinnen die EPA- und DHA-Fettsäuren direkt aus öligem Fisch, Krill oder Algen und GLA aus pflanzlichen Samenölen wie Nachtkerzenöl, Borretschöl, Johannisbeeröl und Hanfsamenöl. Übrigens kann die Omega-3-Fettsäure DHA je nach Bedarf in unserem Körper in die weniger komplexe EPA umgewandelt werden.

Gesundheitsfördernde Eigenschaften der Fettsäuren

Eine tägliche Einnahme von 250 mg EPA und DHA ist gut für das Herz. Eine tägliche Einnahme von 250 mg DHA hilft, die normale Gehirnfunktion und das normale Sehvermögen aufrechtzuerhalten.

Welche Form

Es gibt eine breite Palette verschiedener Arten und Formen von Fettsäuren. Woher wissen Sie, auf was Sie achten müssen? Einige Dinge sind wichtig:

  • die Form, in der die Fettsäuren angeboten werden: EPA und DHA kommen in der Natur in Form von Triglyceriden in Fischen und Algen und in Form von Phospholipiden in Krill vor. Die Ethylesterform, die häufig bei der Supplementierung mit Fettsäuren gesehen wird, ist nicht die Form, in der Fettsäuren in der Natur vorkommen und kann die Absorption in den Körper verringern. Lesen Sie mehr über den Unterschied zwischen Triglyceriden und Ethylestern.
  • die Frische des Produkts: es ist wichtig, dass das Produkt einen niedrigen Totox-Ausgangswert hat. Lesen Sie mehr über Totox. Der Zusatz von natürlichen gemischten Tocopherolen (Vitamin E) verhindert die Oxidation und hält die Fettsäuren stabil und von hoher Qualität. Je frischer das Öl ist, desto heller ist die Farbe und desto geringer der Geruch. Frisches Öl verursacht auch kein Aufstoßen.
  • Nachhaltigkeit: MSC-gekennzeichnete Fettsäureprodukte wurden nachhaltig gewonnen. Der Fisch stammt aus einer Fischerei, die unabhängig nach dem MSC-Standard für eine gut geführte und nachhaltige Fischerei zertifiziert ist. Sie wissen also, dass der gesamte Prozess nachhaltig ist, vom Fang bis zur Nahrungsergänzung.

Diese allgemeinen Merkmale gelten für alle Fettsäureprodukte. Aber welche Form von Fettsäuren sind für Sie und Ihre Klienten geeignet?

Fischöl, Krillöl oder Algenöl?

Fischöl

Fischöl eignet sich am besten als Basissupplementierung für diejenigen, die Fisch essen. Fischöl enthält gesunde Fette zur Ergänzung des Tagesbedarfs an Omega-3-Fettsäuren. Fischöl enthält Omega-3-Fettsäuren in der natürlichen Triglyceridform für eine optimale Absorption. Eine gute Basis-Fischöl-Supplementierung enthält Fischöl im Verhältnis 3:2 (EPA:DHA). Darüber hinaus gibt es Nahrungsergänzungsmittel mit einem höheren Gehalt an EPA oder DHA, die den Tagesbedarf an spezifischen Fettsäuren leicht ergänzen. Unser Angebot finden Sie hier.

Krillöl

Neben Fischöl können Sie sich auch für Krillöl entscheiden. Krillöl ist eine Quelle der Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA in der Phospholipidform. Obwohl im Krillöl weniger EPA und DHA vorhanden sind, sorgt die spezielle Phospholipidstruktur dafür, dass die Fettsäuren sechsmal besser resorbiert werden können. Aus diesem Grund trägt Krillöl dazu bei, Ihre tägliche Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren auf einfache Weise zu erhöhen. Krill steht in der Nahrungskette weit unten und ist daher von Natur aus arm an Schwermetallen, PCBs und anderen Verunreinigungen. Dadurch verringert sich die Anzahl der Verarbeitungsschritte, die zur Reinigung des Öls durchgeführt werden müssen. Das Produkt finden Sie hier

Algenöl

Für Vegetarier, Veganer oder Menschen, die lieber keinen Fisch essen, gibt es Algen. Algen liefern eine pflanzliche Quelle für die Omega-3-Fettsäure DHA. Algenöl ist eine bewusste Wahl, vollständig pflanzlich und mit einem niedrigen CO2-Fußabdruck. Das Produkt finden Sie hier.

 

Spezielle Produkte

Neben der grundlegenden Ergänzung der essentiellen Fettsäuren gibt es auch Produkte, die das Beste der Fettsäuren mit synergistisch wirkenden anderen Nährstoffen kombinieren. So haben wir zum Beispiel das SynOmega-3, eine synergistische Kombination aus DHA, Cholin und Vitamin D in Emulsionsform zur einfachen Verabreichung und besseren Absorption, und PrimOmega, das neben den Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl auch die pflanzliche Omega-6-GLA enthält und damit das gesamte Fettsäurespektrum ergänzt. Levertraan Forte MSC in leicht zu schluckendem Softgel ist der perfekte Ersatz für den altmodischen und nicht sehr leckeren Löffel Lebertran. Levertraan Forte MSC liefert die wertvolle Kombination von Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl, Vitamin A und Vitamin D3.

Wissen in der Praxis

Für ein gesundes Gleichgewicht zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in der Ernährung kann eine Nahrungsergänzung mit Fettsäuren die Lösung sein. Die Art der Supplementierung hängt von den Bedürfnissen des Klienten ab, z. B. eignet sich Omega-3 MSC sehr gut zur Basis-Supplementierung, aber spezifische Supplemente können die Lösung sein, wenn z. B. ein Bedarf an erhöhter EPA, DHA oder GLA besteht. Das Bonusan Fettsäuren-Sortiment ist reich an den Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA, hat einen niedrigen Totox-Wert und trägt das MSC-Siegel. Bonusan-Fettsäuren sind daher nicht nur eine gesunde, sondern auch eine nachhaltige Wahl.

 

Literatur

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