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Kardiotraining verringert das Risiko für koronare Herzerkrankungen

Montag 15 April 2019

Die Erhöhung der VO2max durch Kardiotraining verringert das Risiko für koronare Herzerkrankungen beim gesunden Menschen, lautet das Ergebnis einer neuen norwegischen Studie. Jeder Punkt, um den die VO2max steigt, senkt das Risiko um 15 %.

 

Schlechte kardiorespiratorische Fitness (das heißt, eine nur mäßige Herz- und Atemwegsgesundheit), ist stark mit koronaren Herzerkrankungen assoziiert, wie sich aus einer Studie der Norwegian University of Science and Technology in Trondheim ergibt, die kürzlich im European Heart Journal veröffentlicht wurde. [1]

 

Gruppe mit geringen Risiko

Für die Studie verknüpften die Wissenschaftler die VO2max-Daten von 4527 Erwachsenen (49 % Männer und 51 % Frauen) mit Krankenhausregistern. Vor Beginn der Studie hatten diese Teilnehmer keine Vorgeschichte von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Bluthochdruck oder der Verwendung von Medikamenten gegen Bluthochdruck. Eine große Mehrheit dieser Teilnehmer unterlag daher nur einem geringen Risiko, in den nächsten 10 Jahren eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln.


Die VO2max misst die maximale Sauerstoffmenge, die der Körper bei transportieren und verstoffwechseln kann. Sie liefert ein genaues Maß für die kardiorespiratorische Fitness und dient als Anhaltspunkt für die körperliche Kondition. Eine Messung bestimmt die Anzahl der Milliliter Sauerstoff, die der Körper während einer Minute pro Kilogramm Körpergewicht bei Belastung maximal verbraucht (ml/kg/min).

 

Bis zu 48% geringeres Risiko im oberen Quartil

Die Forscher fanden heraus, dass der durchschnittliche VO2max-Wert bei Frauen 36 ml/kg/min und bei Männern 44,4 ml/kg/min betrug. Im Laufe einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 8,8 Jahren waren 147 Teilnehmer zu irgendeinem Zeitpunkt von einer koronaren Herzkrankheit betroffen. Sie wurden einer koronaren Revaskularisation (Wiederherstellung der Blutversorgung) unterzogen oder starben an der Herzerkrankung.


Das Risiko für die Entwicklung einer koronaren Herzkrankheit erwies sich als 15 % geringer für jeden Punkt, um den die VO2max höher lag. Dies galt für beide Geschlechter. Weiterhin zeigte sich, dass das Quartil mit der höchsten VO2max ein um 48 % geringeres Risiko für Herzerkrankungen aufwies als das niedrigste Quartil. Die Erhöhung der VO2max kann auch bei gesunden Menschen das Risiko, an koronaren Herzkrankheiten zu erkranken, deutlich verringern, schließen die Autoren auf der Grundlage dieser Studie. [2]

 

Empfehlung: Regelmäßig die Herzfrequenz erhöhen

Im Hinblick auf körperliche Bewegung sollten Sie Ihren Klienten daher raten, nicht nur gleichmäßig zu joggen, sondern auch mit eingeschobenen kurzen Sprints die Herzfrequenz öfters einmal in die Höhe zu treiben oder auf andere Weise intensives Kardiotraining durchzuführen, zum Beispiel durch Schwimmen oder (schnelles) Radfahren. Andere Untersuchungen zeigen, dass kräftiges Joggen und hochintensives Intervalltraining (HITT) nicht nur für Herz und Blutgefäße von Vorteil sind, sondern auch dem Altern entgegenwirken.


Dabei ist jedoch zu beachten, dass zu viel Joggen nachteilig sein kann: Dieselbe Studie hat gezeigt, dass die Mortalität bei mehr als 45 km Jogging pro Woche wieder zunimmt: Potential Adverse Cardiovascular Effects From Excessive Endurance Exercise. [3]

 

Literatur

[1] Letnes, J.M. et al., Peak oxygen uptake and incident coronary heart disease in a healthy population: the HUNT Fitness Study, European Heart Journal,  https://doi.org/10.1093/eurheartj/ehy708, 29 November 2018, https://academic.oup.com/eurheartj/advance-article/doi/10.1093/eurheartj/ehy708/5193503

[2] https://medicalxpress.com/news/2019-03-cardiorespiratory-tied-coronary-heart-disease.html

[3] O’Keefe, J.H. et al, Potential Adverse Cardiovascular Effects From Excessive Endurance Exercise, Mayo Clinic Procedings, 2012 Jun; 87(6): 587–595, doi: 10.1016/j.mayocp.2012.04.005

 

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