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Lesetipp: Dumm wie Brot: Wie Weizen schleichend Ihr Gehirn zerstört

Donnerstag 30 November 2017
In Dumm wie Brot: Wie Weizen schleichend Ihr Gehirn zerstört macht Dr. David Perlmutter deutlich, auf welche Weise Low-grade-Entzündungen die Grundlage vieler neurodegenerativer Syndrome bilden. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Erkrankungen des Gehirns wie Alzheimer, Autismus und Depression. Alles beginnt beim Getreide, das aus evolutionärer Sicht erst seit kurzem ein fester Bestandteil unserer Nahrung ist.

Vielleicht ist der ursprüngliche englische Titel – Grain Brain – daher im Grunde sogar noch etwas genauer. Wie dem auch sei: Schauen wir uns doch einmal die physiologischen Ursachen unserer psychischen Krankheitslast an, so wie sie im Buch beschrieben werden. Wie entstehen diese Low-grade-Entzündungen? Und warum sind sie so verheerend für unsere geistige Gesundheit?

Vom Gluten zur Depression

Perlmutter zufolge ist Gluten der Hauptübeltäter. Gluten wird im Darm oft nicht vollständig abgebaut (und das nicht nur bei Personen mit Zöliakie oder spürbarer Überempfindlichkeit gegenüber Gluten). Dann erfolgt eine Immunantwort, wodurch ein Leaky-Gut-Syndrom entsteht. Daraufhin können die unvollständigen Abbauprodukte – Exorphine – über den permeablen Darm ins Gehirn gelangen.

Exorphine sind morphinartige Substanzen, die das Endorphinsystem beeinflussen. Dort verursachen sie eine leichte Euphorie. Wenn man aufhört, Gluten zu sich zu nehmen, können sich daher sogar Entzugssymptome einstellen.

Wissenschaft und Praxis

Perlmutter erläutert anschaulich die zugrundeliegenden Wirkmechanismen, bespricht die relevanten Forschungsergebnisse und belebt seine Argumentation mit zahlreichen Beispielen aus der (eigenen) Praxis.

„Seit ich Gluten meide, sind meine Depressionen weg. Das eine Mal, als ich versehentlich doch wieder Gluten aß, fühlte ich mich am nächsten Tag direkt wieder schlecht. Weitere Veränderungen, die mir auffallen, sind mehr Energie und ein besseres Konzentrationsvermögen. Ich kann klarer denken als jemals zuvor.“

Aber Perlmutter beschränkt sich nicht nur auf Gluten. Er nimmt noch viele weitere Faktoren, die in unserer Nahrung stecken und sich auf unser Gehirn auswirken, genau unter die Lupe: AGEs und Toxine, aber auch Ketone und Fettsäuren. Auch die Wirkung von Zucker auf unser Gehirn wird genauestens beschrieben und wir erfahren, warum unser Gehirn absolut keine Angst vor ein bisschen Fett zu haben braucht.

Für wen?

Informierte Gesundheitsprofis kennen das vielleicht schon alles (oder zumindest teilweise), aber Perlmutter beklagt zu Recht, dass diese Erkenntnisse in der breiten Öffentlichkeit noch viel zu wenig verbreitet sind. Eine seiner Erklärungen dafür lautet, dass unser Gehirn keine eigenen Schmerzrezeptoren besitzt, sodass wir es viel zu oft einfach ignorieren. Bei einem arthritischen Knie ist das zum Beispiel etwas ganz anderes.

Und wenn man überhaupt nicht bemerkt, dass irgendwo etwas nicht stimmt, ist es natürlich auch viel schwieriger, etwas daran zu ändern. Nach dem Lesen des Buches fällt es einem daher vielleicht leichter, auf das leckere Butterbrot zu verzichten (oder man versteht noch besser, warum man Gluten aus dem Weg geht). Darum kann dieses Buch für Sie selbst, aber auch für Ihre Klienten von großem Nutzen sein.

Dumm wie Brot: Wie Weizen schleichend Ihr Gehirn zerstört von Dr.  David Perlmutter ist aktuell zum Beispiel bei Amazon.de für € 14.99 (broschiert) oder € 11,99 (Kindle Edition) erhältlich.

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