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Mango gut bei RDS

Mittwoch 18 Oktober 2017

Reizdarmsyndrom (RDS) ist die häufigste Erkrankung des Magen-Darm-Trakts. Es wird geschätzt, dass 5 bis 20 Prozent der Bevölkerung betroffen sind. Zu den Symptomen zählen Schmerzen im Unterbauch und veränderter Stuhlgang. Den Forschern der Texas A&M University (USA) zufolge ist Mango in der Lage, diverse Symptome von RDS zu reduzieren [1].

 

Acht Wochen lang täglich Mango

Vierzehn Männer und Frauen (18 bis 79 Jahre) mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa nahmen an der Studie teil. Acht Wochen lang verzehrten sie zusätzlich zu ihrer laufenden Behandlung 200 bis 400 Gramm Mango am Tag. Der Mangoverzehr wurde in der ersten Woche langsam gesteigert, um Darmprobleme aufgrund eines zu schnellen Anstiegs des Ballaststoffgehalts zu vermeiden.

Die Symptome von Colitis ulcerosa nahmen signifikant ab. Auch reduzierte sich eine Reihe von Entzündungsmarkern. Aber auch für die Darmflora erwies sich die Ernährungsintervention als vorteilhaft: Die Zahl der Lactobazillen im Darm nahm signifikant zu, ebenso der Gehalt an kurzkettigen Fettsäuren. Schließlich fanden sich im Darm weniger entzündungsfördernde Endotoxine. Daher sehen die Forscher Anwendungen in der Behandlung von RDS.

„Alles in allem zeigt unsere Studie, dass eine achtwöchige Ernährungsintervention mit Mango positive Auswirkungen auf die Progression von RDS und die Schwere der Symptome hat.“

Die Forscher erwarten, dass eine umfangreichere Studie weitere positive Wirkungen aufdecken könnte, darunter auch auf dem Gebiet der Entzündungsmarker.

 

Mango nicht nur bei RDS gut

Bereits früher im Jahr 2017 wurde der regelmäßige Verzehr von 10 Gramm Mango mit einer Senkung des Blutzuckerspiegels bei übergewichtigen Personen in Verbindung gebracht [2]. Die Wissenschaftler fanden außerdem, dass Mango in diesem Fall nicht zur Gewichtszunahme beiträgt. Bei Männern schien auch eine Abnahme des Taillenumfangs einzutreten, bei Frauen jedoch nicht. Triglyceride, HDL-Cholesterin und Blutdruck blieben überall unverändert.

Was macht Mangos eigentlich so gesund? Sie enthalten wenige Kalorien, viele Nährstoffe und viele Ballaststoffe. Von letzteren enthält das Fleisch einer durchschnittlichen Mango ungefähr 5,4 Gramm. Davon sind etwa 61 Prozent löslich und der Rest ist unlöslich. Aber es finden sich in Mangos auch einige interessante sekundäre Pflanzenstoffe. Diese werden durch die Darmflora in kleine bioaktive Moleküle umgewandelt, die vom Körper gut aufgenommen werden. Die Moleküle sind entzündungshemmend und haben eine nachweislich günstige Wirkung bei Colitis ulcerosa [3].

Die Gesundheitswirkungen von Mango stecken also nicht nur allein im Fleisch oder in der Schale. Auch hier beruht eine effektive Ernährungsintervention wieder einmal auf der Wechselwirkung zwischen gesunden Substanzen in der Nahrung und optimal funktionierender Verdauung.

 

Literatur

[1] Voorpublicatie: https://nfs.tamu.edu/2017/08/01/study-shows-mango-consumption-has-positive-impact-on-inflammatory-bowel-disease/

[2] Evans S.f. et al., Mango Supplementation Improves Blood Glucose in Obese Individuals,  Nutr Metab Insights. 2014; 7: 77–84.

[3] Kim H, Banerjee N, Barnes RC, Pfent CM, Talcott ST, Dashwood RH, Mertens-Talcott SU, Mango polyphenolics reduce inflammation in intestinal colitis-involvement of the miR-126/PI3K/AKT/mTOR axis in vitro and in vivo, Mol Carcinog. 2017 Jan;56(1):197-207.

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