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Schneller einschlafen mit nahrhafter Mahlzeit

Mittwoch 24 Februar 2016
Gesunde Ernährung verbessert die Schlafqualität, wie eine aktuelle Studie zeigt. Darüber hinaus halbiert sie die Zeit, die zum Einschlafen benötigt wird, und der Schlaf wird weniger oft unterbrochen. Eine gute Mahlzeit ist daher das beste Rezept, um ausgeruht aufwachen. 

 

Eine neue Studie zeigt, dass der Verzehr von weniger Ballaststoffen, mehr gesättigten Fettsäuren und mehr Zucker zu einem weniger tiefen Schlaf führt. Dadurch wacht man auch weniger ausgeruht auf.

 

In der Studie wurden 26 gesunde Menschen fünf Tage lang in einem Schlaflabor beobachtet. Pro Nacht wurde im Durchschnitt 7 Stunden und 35 Minuten lang geschlafen. Nach drei Tagen mit kontrollierter Diät wurden die Schlafdaten mit einem Polysomnographen gesammelt.

 

Die Daten zeigen, dass die Einnahme von Ballaststoffen dazu führte, dass mehr Zeit im Tiefschlaf verbracht wurde. Eine verstärkte Aufnahme von Energie aus gesättigten Fettsäuren führte hingegen zu einem weniger tiefen Schlaf. Eine höhere Aufnahme von Zucker bewirkte, dass man nachts häufiger wach wurde.

 

Die Studie zeigte ferner, dass die Teilnehmer schneller einschliefen, wenn sie eine speziell formulierte Diät erhielten. Diese Diät war arm an gesättigten Fettsäuren und enthielt mehr Proteine als die von den Teilnehmern selbst gewählten Lebensmittel. Wenn die Teilnehmer die Lebensmittel selbst auswählten, brauchten sie im Durchschnitt 29 Minuten, um einzuschlafen. Bei der speziell zusammengestellten Nahrung waren es nur 17 Minuten.

 

„Die Erkenntnis, dass die Ernährung unser Schlafmuster beeinflusst, hat große Implikationen hinsichtlich unserer Gesundheit. Zunehmend wird deutlicher, dass Schlaf eine Rolle bei der Entstehung von chronischen Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielt“, erklären die Forscher.

 

Bereits eine frühere, im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlichte epidemiologische Studie hatte auf einen Zusammenhang zwischen Ernährung und Schlafqualität hingewiesen. In dieser Studie wurde bei 15.000 Menschen untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen der Schlafqualität und der Aufnahme von Fetten, Proteinen und Kohlenhydraten besteht. 

 

Es zeigte sich, dass junge Erwachsene, die weniger gesättigte Fettsäuren zu sich nahmen, mehr Schlafstunden berichteten als diejenigen, die mehr gesättigte Fettsäuren verzehrten. Ältere Frauen, die länger schliefen, nahmen offenbar weniger Kohlenhydrate und dafür mehr mehrfach ungesättigte Fettsäuren zu sich. Im Gegensatz zu gesättigten Fettsäuren können mehrfach ungesättigten Fettsäuren daher möglicherweise zu einer besseren Schlafqualität beitragen.

Literatur

  1. Dashti et al., Habitual sleep duration is associated with BMI and macronutrient intake and may be modified by CLOCK genetic variants, Am J Clin Nutr 2015 101: 1 135-143
  2. Marie-Pierre St-Onge, Amy Roberts, Ari Shechter, Arindam Roy Choudhury, Fiber and Saturated Fat Are Associated with Sleep Arousals and Slow Wave Sleep, Journal of Clinical Sleep Medicine, Volume 12, No. 2, January 2016
Internetbureau W3S

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