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Sicherheit von Vitamin B6

Donnerstag 15 September 2016

Hohe Blutwerte sind eine logische Folge der Einnahme von Produkten, die einem hohen Anteil an B6 enthalten und an sich noch kein unmittelbarer Grund zur Beunruhigung: Nebenwirkungen treten dabei im Allgemeinen nicht auf. Diese treten nur in Einzelfällen und offenbar nur bei bestimmten Personen auf. Um hier mehr Klarheit zu gewinnen und der Beunruhigung entgegenzuwirken, hat die niederländische Branchenvereinigung für Natur- und Gesundheitsprodukte (NPN) an der Universität Maastricht eine wissenschaftliche Studie zu Vitamin B6 initiiert. Nach Angaben der NPN werden die Ergebnisse der Untersuchung voraussichtlich im Frühjahr 2017 vorliegen.

Sichere Einnahmemengen

In den Niederlanden bestehen derzeit keine Höchstwerte für Vitamin B6. Auch auf europäischer Ebene müssten Höchstmengen erst noch festgelegt werden. Weltweit liegt bisher noch keine einheitliche Festlegung für sichere Höchstmengen vor. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA hat eine Aufnahme von bis zu 25 mg pro Tag für sicher erklärt. Dies stützt sich jedoch unter anderem auf eine umstrittene Studie. Andere Behörden haben diese Studie außer Acht gelassen und kommen auf eine sichere Höchstgrenze, die viel höher liegt. So hält das Amerikanische Food and Nutrition Board die Aufnahme von 100 mg Vitamin B6 pro Tag für sicher (nach Anwendung eines Sicherheitsfaktors auf einen sicheren Wert für die langfristige tägliche Aufnahme von 200 mg), zum gleichen Ergebnis gelangt auch die globale Expertengruppe für Nahrungsergänzungsmittel IADSA.

Inzidentelle Berichte über Nebenwirkungen

Nebenwirkungen scheinen selten zu sein. Es wurde im Zusammenhang mit der Verwendung von Vitamin B6 über einige Fälle mit neuropathischen Symptomen wie Kribbeln in Händen und Füßen berichtet. Eine von der NPN bei Unternehmen durchgeführte Umfrage zeigt, dass über einen Zeitraum von fünf Jahren (2011-2015) nur wenige Fälle im Zusammenhang mit der Verwendung von Produkten mit unterschiedlichen täglichen Dosen gemeldet wurden. Jedoch werden regelmäßig hohe B6-Blutspiegel berichtet. Allerdings zeigt die Literatur, dass keine Relation zwischen dem Auftreten von Nebenwirkungen und der Höhe der B6-Blutwerte angenommen werden kann.

Nicht dosisabhängig 

Die Situationen, in denen Nebenwirkungen auftreten, sind nach wie vor ungeklärt und kompliziert. Außer der Tatsache, dass die Beschwerden nur selten auftreten, scheinen sie nicht dosisabhängig zu sein. Einerseits wurden hohe Blutwerte von Vitamin B6 berichtet, ohne dass Nebenwirkungen auftraten. Andererseits sind auch Fälle bekannt, in denen Symptome bei niedrigen B6-Blutspiegeln vorlagen. Eine Besorgnis wegen hoher Blutspiegel ist nicht gerechtfertigt, da sie eine logische Folge der Einnahme von Produkten darstellen, die hohe Mengen an B6 enthalten.

Es muss vielmehr untersucht werden, wann bestimmte Symptome auftreten und welche individuellen Situationen zu Nebenwirkungen führen können. Momentan ist noch ungeklärt, welche spezifischen Situationen dafür verantwortlich sind, dass gelegentlich neuropathische Symptome auftreten, und welche Rolle Vitamin B6 dabei spielt. Das Einstellen auf einen niedrigeren Maximalwert löst das Problem leider nicht.

Verschiedene Formen von Vitamin B6

Es gibt mehrere Formen von Vitamin B6. In Supplementen werden zwei Formen verwendet, Pyridoxin-HCL und Pyridoxal-5-Phosphat. Beide sind laut EFSA und den europäischen Aufsichtsbehörden sicher und bioverfügbar. Bisher wurden keine Nebenwirkungen bei Verwendung von Produkten mit Pyridoxal-5-Phosphat bekannt. Die NPN hat eine wissenschaftliche Studie zu Vitamin B6 an der Universität Maastricht initiiert, bei der unter anderem untersucht wird, bei welcher Form von Vitamin B6 keine Nebenwirkungen auftreten. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden voraussichtlich im Frühjahr 2017 vorliegen.

Nutzen von Vitamin B6

Vitamin B6 erfüllt im Körper eine Reihe wichtiger Funktionen. So ist es unter anderem am Energiestoffwechsel und der normalen Funktion des Nervensystems beteiligt. Multivitaminpräparate enthalten häufig nur eine niedrige Dosis. In bestimmten Situationen kann es jedoch sinnvoll sein, auch höhere Dosierungen einzusetzen. So wird Vitamin B6 unter anderem bei Menstruationsbeschwerden wie Reizbarkeit angewendet. Dies beruht auf der Fähigkeit von Vitamin B6 zur Regulation der Aktivität von Hormonen. Höhere Dosierungen werden nur gezielt in bestimmten Fällen verabreicht, zumeist unter vorheriger Hinzuziehung sachkundiger Beratung.

 

Quelle: NPN 
http://www.npninfo.nl/2016/09/Veiligheid-vitamine-B6

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