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Zukunft: Weltweiter Vitamin- und Mineralstoffmangel

Freitag 08 Februar 2019

Vitamin- und Mineralstoffmangel werden auch in den nächsten dreißig Jahren weltweit anzutreffen sein. In bestimmten Regionen der Welt herrscht schon heute ein Mangel an Vitamin D, Calcium, Vitamin E und Folsäure. Dies zeigt eine kürzlich veröffentlichte Studie, die Veränderungen der Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit bis zum Jahr 2050 untersucht.

 

Den Ergebnissen der Studie zufolge besteht die größte Herausforderung bis zum Jahr 2050 nicht darin, die Menschen mit genügend Kalorien zu versorgen, sondern mit Nahrung, die reich an Nährstoffen ist. Forschungseinrichtungen und Regierungen sollten sich daher in Zukunft stärker auf nachhaltige Ernährungssicherheit und Verbesserung des Nährwerts konzentrieren. Die Ernährungsvielfalt sowie die Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit nährstoffreicher Nahrungsmittel müssen verbessert werden. Darüber hinaus zeigt die Studie auch Möglichkeiten auf, die Nahrung durch Supplementierung von Vitaminen und Mineralstoffen zu ergänzen und Mängeln entgegenzuwirken.

 

Gefährdete Mikronährstoffe

Im 20. Jahrhundert hat sich die Landwirtschaft weltweit vor allem auf die Steigerung der Nahrungsmittelproduktion konzentriert. Wie wird es in Zukunft aussehen? Die Studie zeigt, dass Einkommenswachstum und Klimawandel eine globale Bedrohung einer nachhaltigen Ernährung und ausreichenden Verfügbarkeit von Mikronährstoffen darstellen. Die Zahl der fettleibigen Menschen wird zunehmen. Andererseits bleibt Unterernährung in gefährdeten Bevölkerungsgruppen bestehen. Die Studie zeigt auch, dass Kohlenhydrate und Proteine im Jahr 2050 weltweit in ausreichenden Mengen verfügbar sein werden, während es an bestimmten Mikronährstoffen mangeln wird. Es wird große Unterschiede bei der Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen in den verschiedenen Ländern und Regionen der Erde geben. Das wird zu unzureichender Versorgung und damit zu Defiziten führen.

 

Einkommenswachstum

Durch das Einkommenswachstum stehen mehr Nahrungsmittel und dadurch mehr essenzielle Nährstoffe zur Verfügung. Dieses üppige Angebot kann jedoch auch zu einem Überkonsum von Nahrungsmitteln und damit zu Übergewicht führen. Auch zeigt sich, dass sich die traditionelle Ernährung in Ländern mit Wirtschaftswachstum auf westliche Ernährung verlagert, mit besonders hohen Anteilen an gesättigten Fettsäuren, Zucker und Salz.

 

Klimawandel

Der Klimawandel führt vorwiegend zu einer Verringerung der landwirtschaftlichen Produktivität und zu höheren Preisen. Dadurch reduziert sich das Nahrungsangebot, das ärmeren Bevölkerungsgruppen zur Verfügung steht. Zusätzlich steigen die Preise für nährstoffreiche Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse. Infolgedessen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich immer mehr Menschen für billigere Produkte entscheiden, die weniger Nährstoffe enthalten. Darüber hinaus kann der Klimawandel auch Auswirkungen auf den Nährwert von Pflanzen und tierischen Produkten mit sich bringen.

 

Vitamin- und Mineralstoffaufnahme bis zum Jahr 2050

Für folgende Nährstoffe wird bis zum Jahr 2050 eine ausreichende Aufnahme erwartet: Magnesium, Phosphor, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B3, Vitamin B6 und Vitamin C.
Eine unzureichende Aufnahme wird bis zum Jahr 2050 weltweit für Calcium und Vitamin D erwartet. Auch sollen Folsäure- und Vitamin-E-Defizite fortbestehen.

Die ausreichende Zufuhr der Mikronährstoffe Eisen, Kupfer, Zink, Folsäure, Vitamin A, Vitamin B12, Vitamin E und Vitamin K hängt von sozioökonomischen und klimatischen Szenarien ab. Die Quantitäten bei der Aufnahme von Eisen, Zink, Vitamin B12, Kupfer und Vitamin B2 hängen von der Höhe des Einkommens ab. In einkommensstarken Ländern sind mehr tierische Produkte erhältlich, die einen wichtigen Beitrag zur Aufnahme dieser Nährstoffe leisten. Infolgedessen werden Defizite eher in Ländern mit niedrigem Einkommen auftreten. Vor allem Eisen, Zink, Vitamin A und Vitamin K bleiben hier ein Problem.

 

Calcium

Die Calciumzufuhr steigt mit dem Einkommen. Dies hängt mit der höhere Verfügbarkeit von tierischen Produkten zusammen, die eine Hauptquelle für Calcium sind. Aber selbst in einkommensstarken Ländern wird mit einer unzureichenden Calciumzufuhr gerechnet.

 

Vitamin D

Eine ausreichende Vitamin-D-Aufnahme ist häufig in Ländern mit höheren und mittleren Einkommen anzutreffen, doch wird insgesamt in den kommenden Jahren mit einem globalen Mangel gerechnet. Dabei bleibt die Bildung von Vitamin D mithilfe von Sonnenlicht unberücksichtigt. Die Nahrung liefert relativ gesehen oft zu wenig Vitamin D, sodass eine mit Vitamin D angereicherte Ernährung und Supplementierung wichtig ist.

 

Quelle

Übernommen von NPN, https://www.npninfo.nl/2019/01/Wereldwijd-vitamine-en-mineraaltekorten-in-de-toekomst, abgerufen am 11.01.2019.

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