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Fünf Dinge, auf die Sie ganz besonders achten sollten: Jung bleiben durch gesunde Ernährung

Montag 24 Oktober 2016

Viele Studien zum Alter werden an Hefe durchgeführt. Aber mit der haben wir doch wohl nur wenig gemeinsam... In der Tat klafft eine beträchtliche evolutionäre Lücke zwischen uns und dem Modellorganismus Saccharomyces serevisiae. Dennoch haben wir etwas gemeinsam: Auf molekularer Ebene besitzen wir identische Alterungsmechanismen.

 Beim Menschen wie bei der Hefe liegt eine Kaskade von chemischen Reaktionen und Signalwegen vor, die die Geschwindigkeit des Alterns regulieren. Die Untersuchung dieser Mechanismen bei der Hefe hat viele wertvolle Informationen geliefert, von denen wir als Menschen profitieren können.

 

1-Curcuma longa
Gelbwurz – Curcuma longa – wird bereits seit Tausenden von Jahren in der ayurvedischen Medizin verwendet. Aber auch die westliche Medizin entdeckt immer mehr die erstaunlichen Eigenschaften dieser Pflanze. Als wichtigsten Wirkstoff enthält sie Curcumin und verschiedene Hilfsstoffe mit vergleichbarer Wirkung.

Um zu erfahren, wie Curcuma longa zur Bremsung des Alterns beiträgt, müssen wir uns zunächst mit dem NF-kB (Nuclearfaktor kappa-B) beschäftigen. NF-kB ist ein Transkriptionsfaktor, der genetische Informationen in Proteine und Signalmoleküle übersetzen kann. Auf diese Weise steuert er die Immunantwort.

Als Reaktion auf nicht-körpereigene Substanzen transkribiert NF-kB Signalmoleküle wie zum Beispiel Cytokine, die den Körper vor der Gefahr warnen. Um gegen die Eindringlinge vorzugehen, erhöht NF-kB allerdings auch den oxidativen Stress im Körper.

Oxidativer Stress führt dazu, dass die Zellen schneller altern. Curcumin setzt jedoch nicht erst bei dieser Oxidationsreaktion an, sondern hemmt den Prozess schon viel früher: nämlich, indem es den NF-kB hemmt. Aufgrund seines günstigen Einflusses auf das Immunsystem senkt es also indirekt den oxidativen Stress im Organismus. Dadurch hat es möglicherweise auch eine positive Wirkung auf die Alterung.

 

2-Resveratrol
Resveratrol ist eine wichtige Pflanzensubstanz, die in roten Trauben und im Japanischern Staudenknöterich enthalten ist. Es ist eine Quelle von Phytohormonen in Form von Stilbenen. Diese Substanzen haben eine antioxidative Wirkung. Daher hemmt Resveratrol direkt die wichtigste Ursache der Zellalterung: oxidativen Stress. Aber viel wichtiger noch ist die folgende Wirkung: Resveratrol ist in der Lage, die Wirkungen von Kalorienrestriktion nachzuahmen.

Immer mehr Studien zeigen, dass Kalorienrestriktion eine wichtige Strategie gegen das Altern darstellt. Der zugrundeliegende Mechanismus basiert auf der Aktivierung von Sirtuin-Proteinen wie SIRT1. Diese Substanz reguliert den Stoffwechsel in verschiedenen Geweben und hemmt die Alterung. Das Interessante an Resveratrol ist, dass es auch zur Aktivierung von SIRT1 imstande ist. Die Einnahme von Resveratrol kann daher eine wichtige Ergänzung für diejenigen darstellen, die eine Kalorienrestriktion aus strukturellen Gründen nicht durchführen oder über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten können.

 

3-Selen
In den Niederlanden sind die Böden relativ arm an Selen. Vor kurzem wurde damit begonnen, die Böden bei der Düngung mit diesem Spurenelement anzureichern, es wird jedoch noch längere Zeit dauern, bis der Gehalt der Böden ausreichend ist. Bis dahin muss auf eine ausreichende Zufuhr dieses wichtigen Nährstoffs besonders geachtet werden: Selen ist ein Antioxidans, das Zellen und rote Blutkörperchen vor Schäden schützt. Aber es schützt auch Proteine, Fette und sogar unsere DNA vor den Folgen oxidativen Stresses. Daher ist dieses Spurenelement wichtig, um Alterungsprozesse zu hemmen.

Selen ist vor allem in Muscheln, Paranüssen und Fischen enthalten. Fische und Muscheln werden relativ selten verzehrt und viele Menschen meiden Paranüsse wegen ihres hohen Fettgehalts von 66 Prozent aus Angst vor Gewichtszunahme. Es kann daher sinnvoll sein, die Selenzufuhr durch Einnahme eines Selensupplements zu erhöhen.

Die am besten aufnehmbare Form von Selen ist übrigens die organisch gebundene Form Seleno-L-Methionin. Der Körper „erkennt“ diese Form besser als isolierte Varianten. Dies geschieht deswegen, weil Selen in natürlicher Nahrung stets in organisch gebundener Form auftritt.

 

4-Vitamin E
Vitamin E ist das wichtigste fettlösliche Antioxidans und befindet sich vor allem in den Zellmembranen unserer Gewebe. Dort erfüllt es eine schützende Funktion: Es schützt die empfindlichen ungesättigten Fettsäuren gegen freie Radikale, die beispielsweise in den roten Blutkörperchen enthalten sind. Freie Radikale verursachen oxidativen Schäden, die eine wichtige Ursache der Zellalterung darstellen.

Ähnliche Prozesse spielen sich auch in unserem Gehirn ab. Auch dort ist Vitamin E als Fettsäurenschutz wirksam. Leider ist die Zufuhr von Vitamin E aus der Nahrung noch immer geringer als wünschenswert. Dies zeigt auch eine aktuelle Studie. Aus ihr geht hervor, dass im Jahr 2016 nur ein Fünftel der Weltbevölkerung den wünschenswerten Serumwert von mindestens 30 Mikromol pro Liter aufweist. Auch der durchschnittliche Niederländer nimmt nicht genügend davon auf. Die Serumwerte liegen zwischen 12 und 30 Mikromol pro Liter. In Deutschland liegt dieser Wert übrigens deutlich über 30. Wie können auch wir diesen Wert erreichen?

Vitamin E ist in vielen Arten von grünem Blattgemüse enthalten. Besonders Brokkoli ist eine reichhaltige Quelle. 200 Gramm liefert ungefähr 58 Prozent der Referenzzufuhr. Und rote Paprika liefert immerhin auch 34 Prozent. Aber Vorsicht: Nur ein Viertel der niederländischen Bevölkerung verzehrt genügend Gemüse.

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