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Evolutionärer Zusammenhang zwischen Bewegung und Alterserkrankungen

Die Erforschung des Bewegungsverhaltens unserer Vorfahren bietet vielleicht neue Möglichkeiten zur Prävention und Behandlung von Alzheimer und anderen altersbedingten Erkrankungen.

Die Forscher argumentieren, dass der Homo sapiens vor zwei Millionen Jahren seine affenähnliche Existenz zugunsten eines aktiven Lebens als Jäger und Sammler aufgab. Von diesem Moment an begann die Lebensdauer zu steigen. Gleichzeitig entwickelte sich das ApoE4-Gen. Dieses Gen wird mit einer erhöhten Anfälligkeit gegenüber der Alzheimer-Krankheit und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht. Wie konnte die Lebensdauer dennoch zunehmen?

Vielleicht ist körperliche Bewegung das missing link. Um an Nahrung zu gelangen, mussten Jäger und Sammler regelmäßig lange Strecken zurücklegen. Den Forschern zufolge könnte Bewegung den negativen Einfluss des die Alzheimer-Krankheit und Herzerkrankungen fördernden Gens kompensieren.

„Wenn wir unsere Vorfahren betrachten, sind wir eine besonders aktive Spezies. Dass bei uns seit kurzem eine sitzende Lebensweise vorherrscht, kann zu Bedingungen geführt haben, durch die das ApoE4-Gen für uns zum Problem geworden ist. Früher war das nicht so.“

Die Studie bündelt Erkenntnisse aus Anthropologie, Neurowissenschaften und Neuroradiologie, Fachgebieten, die normalerweise nicht zusammenarbeiten. In diesem integrierenden Ansatz liegt nach Angaben der Forscher der Schlüssel zu neuen (vorbeugenden) Behandlungsweisen gegen Alzheimer und andere altersbedingte Erkrankungen.

 

Literatur

Raichlen D.A., Alexander G.E., Exercise, APOE genotype, and the evolution of the human lifespan, Trends in Neurosciences, Volume 37, Issue 5, May 2014, Pages 247-255

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