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Transfette beeinflussen Emotionsregulation

Wie sich jetzt zeigt, sind Transfette aus Keksen, Kuchen und Snacks nicht nur schlecht für Herz und Blutgefäße. Neuere Untersuchungen deuten darauf hin, dass sie sich auch negativ auf die Gedächtnisfunktion, das seelische Wohlbefinden und die Emotionsregulation auswirken können. Ist es daher an der Zeit, Transfette ganz zu verbieten?

Über Transfettsäuren gibt es nicht viel Gutes zu berichten: Diese Fettsäuren aus (teilweise) gehärteten Pflanzenfetten erhöhen die ungünstigen LDL-Cholesterin- und Triglyceridgehalte im Blut und wirken entzündungsfördernd. Transfette finden sich unter anderem in Kuchen, Gebäck und Snacks. Sie werden strukturell mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einer erhöhter Mortalität in Verbindung gebracht.

In einer ersten Studie wurde untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen Transfettsäuren und Emotionsregulation besteht. Dazu wurden die Daten von 1699 Männern und 3293 Frauen zur Aufnahme von Transfettsäuren einerseits und der Emotionsregulation andererseits gesammelt.

Dabei zeigte sich, dass offenbar Zusammenhänge zwischen einer erhöhten Aufnahme von Transfetten und Problemen im Bereich der emotionalen Selbstwahrnehmung, dem Erkennung von Emotionen bei anderen und der emotionalen Selbstkontrolle besteht. Eine niedrigere Aufnahme von Transfetten war hingegen mit vermehrten positiven und verringerten negativen Affekten assoziiert, was auf eine bessere Emotionsregulation hindeutet.

Die zweite Studie zeigte einen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Transfetten und einer verringerten Gedächtnisfunktion. Eine Kohorte von 694 Männern im Alter zwischen 20 und 45 Jahren füllte Fragebögen zu ihrem Ernährungsverhalten aus. Anschließend absolvierten sie einen Gedächtnistest mit Wörtern, bei dem durchschnittlich 86 Wörter erinnert wurden. Jedoch erinnerten sich die Teilnehmer für jedes Gramm Transfett, das sie pro Tag mehr zu sich nahmen, im Schnitt an zwölf Wörter weniger.

Seit dem 16. Juni 2015 gelten Transfette in den USA aufgrund einer Entscheidung der US-amerikanischen Ernährungsbehörde FDA als non-GRAS (Generally Recognized As Safe) und folglich als unerwünscht: Im Laufe der kommenden drei Jahre sollen sie nach und nach völlig abgeschafft werden. In Deutschland besteht noch keine Aussicht auf ein Verbot von Transfettsäuren. Hier müssen Transfette nur auf Lebensmitteln deklariert werden, die der Diät-Verordnung unterliegen. Dazu zählen beispielsweise Säuglingsnahrung und Produkte für Menschen mit Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (Zeit Online, 2015).

Literatur

  1. Beatrice Alexandra Golomb, Alexis K. Bui, A Fat to Forget: Trans Fat Consumption and Memory, PLOS, Published: June 17, 2015
  2. http://www.fda.gov/NewsEvents/Newsroom/PressAnnouncements/ucm451237.htm
  3. http://www.womenshealthmag.nl/Nutrition/De-VS-verbieden-transvetten.-Wanneer-volgt-Nederland
  4. Megan E Holt, Jerry W Lee, Kelly R Morton, Serena Tonstad, Trans fatty acid intake and emotion regulation, J Health Psychol June 2015 vol. 20 no. 6 785-793
  5. Russell J de Souza et al., Intake of saturated and trans unsaturated fatty acids and risk of all cause mortality, cardiovascular disease, and type 2 diabetes: systematic review and meta-analysis of observational studies, BMJ 2015;351:h3978
  6. Zeit Online, Saskia Gerhard, http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2015-06/transfette-ernaehrung-gesundheit-lebensmittel-usa
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