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Butter kaum schädlich für die Gesundheit

Samstag 18 Februar 2017
Die Verwendung von Butter steht nicht im Zusammenhang mit der Entstehung von unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das haben Forscher an der Tufts University (USA) in einer großangelegten systematischen Übersichtsstudie nachgewiesen. Butter könnte sogar das Diabetesrisiko verringern.

 

Viele Leute glauben noch immer, dass Fett auf jeden Fall schädlich sei. Dass dies jedoch wesentlich nuancierter ist, zeigt sich sehr deutlich in einer großangelegten Übersichtsstudie der Tufts University (USA). Dazu wurden neun Untersuchungen, an denen insgesamt 636.151 Personen teilgenommen hatten, zusammengefasst. Während der Follow-up-Periode starben 28.271 Personen, entwickelten 9.783 Herz-Kreislauf-Erkrankungen und 23.954 erkrankten an Typ-2-Diabetes.

 

Ergebnisse der Studie

Als Maß für den Butterverzehr wurde 1 Esslöffel Butter gewählt. Der Durchschnittsverbrauch lag in der Studienpopulation zwischen einem drittel und 3,2 Esslöffeln pro Tag. Pro Esslöffel Butter wurden nur insignifikante bis sehr geringe Korrelationen zur Gesamtmortalität, kardiovaskulären Erkrankungen und Diabetes gefunden.

„Auch, wenn Menschen, die mehr Butter essen, in der Regel zu einer insgesamt weniger gesunden Ernährung und Lebensweise neigen, scheinen die Auswirkungen der Butter selbst auf die Gesundheit ziemlich neutral zu sein“, erklären die Forscher.

Nach Angaben derselben Forscher scheint Butter gesünder als Zucker und Stärkemehl zu sein. Das Weißbrot, auf das die Butter gestrichen wird, aber auch Kartoffeln weisen hingegen einen klaren Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko von Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf. Butter ist dann allerdings wiederum ein wenig ungesünder als zum Beispiel Olivenöl, dass das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sogar verringern kann. 

 

Verringertes Diabetesrisiko?

Die Untersuchung zeigte, dass Butter möglicherweise das Risiko von Diabetes reduziert, was den Forschern zufolge eine Bestätigung früherer Ergebnisse darstellt. Allerdings betrachten die Forscher die Ergebnisse ihrer Studie vorerst noch mit gebührender Vorsicht: „Weitere Forschung ist notwendig, um die Möglichkeit auszuschließen, dass hier noch weitere Faktoren beteiligt sind. Unsere Studie lässt vorerst noch keine Aussage darüber zu, ob es sich um eine Ursache-Wirkungs-Beziehung handelt.“

 

Literatur

  1. Pimpin L, Wu JHY, Haskelberg H, Del Gobbo L, Mozaffarian D (2016), Is Butter Back? A Systematic Review and Meta-Analysis of Butter Consumption and Risk of Cardiovascular Disease, Diabetes, and Total Mortality, PLoS ONE 11(6): e0158118.

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