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Dunkle Zeit vor Weihnachten

Samstag 11 Februar 2017
Vom Beginn des Herbstes an bis zum Beginn des Frühlings bilden wir in unseren Breitengraden zu wenig Vitamin D. Wie allgemein bekannt ist, ist dieses Vitamin wichtig für den Bewegungsapparat, aber wussten Sie auch, dass es aufgrund seiner hormonellen Wirkung auch wichtig für das Immunsystem, das Gehirn und das Nervensystem ist?

 

Zum Herbstbeginn ist es natürlich wieder einmal besonders wichtig, über Vitamin D nachzudenken. Aber bitte nicht vergessen: Auch während des übrigen Jahres ist es schwierig, eine ausreichende körpereigene Produktion sicherzustellen. Vom Herbst bis zum Frühjahr halten wir uns selbst dann, wenn die Sonne am höchsten steht, zumeist in geschlossenen Räumen auf. Und im Sommer cremen wir uns ein, um uns vor der Sonne zu schützen. Darum gilt das Folgende im Grunde für alle Jahreszeiten!

Starke Knochen und Zähne

Eine der bekanntesten Funktionen von Vitamin D ist nach wie vor die Bewahrung starker Knochen. Dabei wirkt das Vitamin nicht direkt auf die Knochen, sondern es erhöht die Aufnahme der für die Knochen so wichtigen Mineralstoffe Calcium und Phosphor aus dem Darm in den Blutkreislauf. Calcium und Phosphor sind wichtige Bestandteile von Knochen und Zähnen. Wenn zu wenig Vitamin D vorhanden ist, gelangen diese Mineralstoffe nicht in dem Maße in den Blutkreislauf, um in ausreichenden Mengen die Knochen eingebaut werden zu können. Aber nicht nur Vitamin D, Calcium und Phosphor sind wichtig. 

Für eine optimale Unterstützung von Knochen müssen wir unter anderem auch auf die Vitamine C und K und den Mineralstoff Mangan achten. Diese Mikronährstoffe sind ebenso wichtig für eine normale Funktion des Skeletts. Auch Bewegung ist natürlich wichtig. Bewegung bewirkt, dass die Knochen stärker zum Wachstum angeregt werden. Im Alter von etwa dreißig Jahren ist jedoch der Höhepunkt erreicht. Dann nimmt die Knochenmasse stetig ab, zum Teil beeinflusst vom Lebensstil. 

Je aktiver wir bleiben, je gesünder wir essen, je öfter wir uns im Freien aufhalten: All dies wirkt sich positiv aus. Aber beginnen Sie nicht zu spät damit. Bereits in der Wachstumsphase ist es wichtig, besonders gut für das Skelett zu sorgen, um möglichst viel maximale Knochenmasse  aufzubauen.

 

Starke Muskeln

Vitamin D trägt nicht nur zu einem normalen Knochenstoffwechsel bei, sondern unterstützt auch die Muskelfunktion. Diese Kombination bedeutet, dass Vitamin D für jede Form der körperlichen Bewegung essenziell ist, sei es nun Wandern, Schwimmen, Laufen, Tanzen oder Yoga. Die Muskeln, die wir dabei einsetzen, sorgen für die Stabilität und Flexibilität unseres Bewegungsapparats. Je älter wir sind, desto wichtiger wird dies. Aber auch hier gilt, dass man besser schon in jungen Jahren damit anfängt. Und dann am besten mit der D3-Form.

Vitamin D3 bewirkt eine wesentlich effektivere Erhöhung des Vitamin-D-Spiegels als D2. Es bindet sich besser an den Vitamin-D-Rezeptor und wirkt daher bis zu zehnmal stärker als Vitamin D2. Unser Vitamin D3 ist darüber hinaus in einer Fettmatrix aus Olivenöl extra virgine gelöst, wodurch die Aufnahme im Darm noch weiter verbessert wird.

Für die Muskeln kann Vitamin D3 mit Magnesium kombiniert werden. Bei der Supplementierung mit Magnesium – die wir in der Tat empfehlen – sollten Sie jedoch beachten, dass es einige Zeit dauert, bis sie Wirkung zeigt. Als erstes dürfte sich nach ein paar Tagen oder Wochen die Wirkung auf die Muskeln bemerkbar machen, die Supplementierung sollte jedoch einige Monate lang fortgesetzt werden, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen.

 

Gut funktionierendes Immunsystem

Vitamin D ist möglicherweise eines der interessantesten Vitamine. Wären seine Indikationen nur auf Knochen, Zähne und Muskeln beschränkt, würde man dies vielleicht nicht unbedingt annehmen. Was Vitamin D so interessant macht, ist, dass seine aktive Form im Körper wie ein Hormon wirkt. Auf diese Weise übt es auch eine günstige Wirkung auf das Immunsystem aus.  

Die Umwandlung in die aktive Form von Vitamin D in den weißen Blutkörperchen führt zu einer sogenannten „zellulären Immunität“. Dies liefert einen wichtigen Beitrag zu einer normalen Funktion des Immunsystems. Die Forschung zu den genauen Wirkungen von Vitamin D im Immunsystem ist zurzeit noch in vollem Gange. Dennoch bestätigt die EFSA diese Gesundheitswirkungen bereits jetzt auf der Grundlage der inzwischen vorliegenden Erkenntnisse. Zur Unterstützung des Immunsystems kann Vitamin D außerdem übrigens gut mit den Mikronährstoffen Eisen, Kupfer, Selen, Zink und den Vitaminen A, B6 und B12 kombiniert werden. 

Eine gute Ernährung trägt daher bereits ein Stück weit zur normalen  Funktion des Immunsystems bei. Aber zu beachten ist hierbei: Vitamin D muss mithilfe ausreichender Mengen von Sonnenlicht gebildet oder supplementiert werden. Nur sehr wenige Lebensmittel sind eine gute Quelle von Vitamin D. Im Grunde enthalten nur fettreiche Fischarten und das aus ihnen gewonnene Öl (insbesondere Lebertran) nennenswert hohe Mengen des Vitamins. Wildlachs enthält 25 Mikrogramm pro 100 Gramm, Zuchtlachs 10 Mikrogramm. Hering enthält 15 Mikrogramm Vitamin D pro 100 Gramm. Auch Eigelb enthält mehr Vitamin D als die meisten anderen Lebensmittel, aber die Mengen sind dennoch vernachlässigbar (selten mehr als 1,25 Mikrogramm pro Eigelb).

 

Gehirn und Nervensystem

Zunehmend deutlich wird zudem, dass Vitamin D neben seiner Bedeutung für das Immunsystem auch für die normale Funktion unseres Gehirns und unseres Nervensystems essenziell ist. Dass eine solche Wirkung vorhanden ist, steht mittlerweile fest und wird sogar von der EFSA bestätigt, aber der dahinter stehende Mechanismus ist bislang noch ungeklärt. Allerdings wissen wir bereits, dass es wichtig ist, auf einen ausreichend hohen Blutspiegel zu achten, um hieraus Nutzen zu ziehen. Aber wie hoch sollten die Blutwerte sein?

Die empfohlene Tagesdosis in den Niederlanden zielt auf die Aufrechterhaltung eines mittleren Blutspiegels von 30 nmol/l. Stadtbewohner kommen in unseren Breitengraden und noch höher im Norden in der Regel nicht an diesen Wert heran. Hier werden im Durchschnitt 20 nmol/l gemessen. Worauf basiert nun aber die Angabe von 30 nmol/l? 

Wenn wir uns die rund um den Äquator lebenden Jäger und Sammler anschauen, stellen wir fest, dass deren Vitamin-D3-Blutwerte bei etwa 115 nmol/l liegen. In diesem Ökosystem haben wir uns im Laufe der Evolution zum Menschen entwickelt. Die natürlichen Werte sind also fast sechsmal höher als die der Stadtbewohner. In der orthomolekulare Medizin werden zumeist 80 nmol/l empfohlen. Um dies zu erreichen, muss man täglich 45-50 mcg Vitamin D bilden oder supplementieren. Dabei gilt: Je mehr Sonnenlicht für die Haut oder je höher die Dosierung, desto leichter ist es, den idealen Blutspiegel zu erreichen.

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