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Fisch: verunreinigt oder gesund?

Dienstag 02 Juni 2020

Immer mehr Studien zeigen, wie wichtig eine ausgewogene Ernährung für unser Gehirn ist. Das gilt insbesondere für Fischfettsäuren. Wenn wir nicht genug von diesen Nährstoffen zu uns nehmen, beeinträchtigt das die optimale Hirngesundheit. Während der Evolution ist das Gehirn des Menschen im Vergleich zu dem vieler anderer Tiere enorm gewachsen. Dieser Wachstums-Spurt des Gehirns wurde durch das große Wachstumspotential der frühen menschlichen Gehirne und durch ein Leben in einem Land-Wasser-Ökosystem ermöglicht, das ein großes Angebot an Omega-3-Fettsäuren aufweist. Die Omega-3-Fischfettsäuren EPA und DHA sind extrem wichtig für die Entwicklung des Gehirns. Unsere entfernten Vorfahren haben also viel Fisch und Schalentiere gegessen, was das Hirnwachstum steigerte.

Genügend Fischfettsäuren

Um genügend Fischfettsäuren aufzunehmen, müssen wir mindestens zweimal pro Woche (fetten) Fisch und Schalen- und Krustentiere essen. Eine Frage, die uns oft gestellt wird: Wie gesund ist unser Fisch heutzutage noch? Kann man noch sicher genügend viel Fisch essen? Durch Umweltverschmutzung wird das Wasser verunreinigt und damit auch der Fisch, den wir essen. Fisch kann beispielsweise Schwermetalle, PCB und Antibiotika enthalten, die anschließend durch Verzehr dieses Fisches in unseren Körper gelangen können. Vor allem Fische, die in der Nahrungskette oben stehen, wie Thunfisch, Hai und Aal, können durch Anhäufung Verunreinigungen in hohen Konzentrationen speichern. Zum Glück gibt es genug weniger verunreinigte Alternativen, bei denen die Vorteile der gesunden Fettsäuren gegenüber den Nachteilen einer Verunreinigung überwiegen.

Fisch aus Wildfang

Fisch aus Wildfang ist im Allgemeinen reicher an Fettsäuren als gezüchteter Fisch. Fisch aus Wildfang kann Verunreinigungen über das Wasser, über Sedimente und über seine Nahrung aufnehmen. Bodenfische wie Kabeljau, Scholle und Seezunge sowie auch Schalen- und Krustentiere können Schwermetalle enthalten. Schwermetalle binden sich nämlich an Lehm auf dem Grund, wodurch Bodenfische diese Schwermetalle aufnehmen können. Größere, lang lebende Fische, die in der Nahrungskette oben stehen, wie Lachs, Thunfisch und Goldmakrele, die kleinere Fischarten fressen, können durch Anhäufung von Toxinen stärker verunreinigt sein. Kleinere Fische - wie Sardinen - und Schalen- und Krustentiere - wie Muscheln und Krabben - sind viel weniger verunreinigt, da sie von Algen, Plankton und Krill leben und somit weniger Toxine aufnehmen als Tiere, die andere Fische fressen.

Zuchtfisch

Zuchtfisch kann über Futter oder Medikamente wie dem Futter beigefügte Antibiotika unerwünschte Chemikalien aufnehmen. Zu den in Deutschland oft verzehrten Zuchtfischarten zählen Lachs, Pangasius und Tilapia. Das Futter besteht aus Fischöl und Fischmehl, das aus Fisch aus Wildfang hergestellt wird, sowie immer öfter aus Soja und Mais. Demzufolge gelangen die Toxine aus den wilden Raubfischen doch noch in den Zuchtfisch, der zugleich weniger Omega-3-Fettsäuren enthält: Soja und Mais enthalten diese Fettsäuren nämlich nicht. Auch Fisch gewinnt diese gesunden Fettsäuren aus seiner eigenen Nahrung. Damit der Zuchtfisch gesund bleibt, bekommt er oft Antibiotika.

Algen

Auch Meeresgemüse wie Algen sind eine gute Quelle von Omega-3-Fettsäuren. Algen stehen in der Nahrungskette ganz unten, vor Fisch, Schalen- und Krustentieren, und sie bilden die Quelle der Omega-3-Fettsäuren für diese Tiere. Algen können außerdem sehr gut sauber gezüchtet werden, unter Vermeidung von Verschmutzungen.

Qualität

Bezüglich ihrer Nährstoffe unterscheiden sich Zuchtfisch und Fisch aus Wildfang im Fettgehalt. Zuchtfisch ist fetthaltiger als Fisch aus Wildfang. Das Fett im Zuchtfisch besteht allerdings nicht nur aus den gesunden Omega-3-Fettsäuren, sondern auch aus gesättigten und Omega-6-Fettsäuren. Fisch aus Wildfang enthält verhältnismäßig mehr Omega-3-Fettsäuren. Für Ihre Versorgung mit gesunden Omega-3-Fettsäuren entscheiden Sie sich also am besten für Fisch aus Wildfang. Ein weiterer Qualitätsaspekt ist die Nachhaltigkeit. Wählen Sie immer einen Fisch mit dem MSC-Gütesiegel: Dann wissen Sie sicher, dass der Fisch nachhaltig gefangen wurde, unter Berücksichtigung des Ökosystems. So bleiben die Fisch-, Schalen- und Muscheltierpopulationen erhalten und die Auswirkungen auf die Lebensumgebung des Fisches werden minimiert.

Wissen in der Praxis

Fisch, Schalen- und Krustentiere müssen Teil eines gesunden und abwechslungsreichen Ernährungsmusters sein. Wenn wir die Auswirkungen auf die Gesundheit zur Verunreinigung des Fisches in Relation setzen, können Sie dieses Verhältnis durch die Wahl der von Ihnen verzehrten Fischsorten positiv beeinflussen. Sorgen Sie bei den Fischsorten für genug Abwechslung und wählen Sie öfter kleinere Fischsorten sowie Schalen- und Krustentiere und auch Meeresgemüse wie Algen. Da nicht jeder von uns Fisch mag, Fisch essen möchte oder die empfohlene Menge an Fischfettsäuren zu sich nimmt, kann eine Nahrungsergänzung eine Lösung bieten. Bei diesen Nahrungsergänzungsmitteln können Sie Fettsäuren aus verschiedenen Quellen wählen, darunter Fisch, Krill und Algen. Die Qualität dieser Nahrungsergänzungsmittel ist sehr wichtig: Das Fettsäure-Sortiment von Bonusan erfüllt die höchsten Qualitätsstandards und ist außerdem nachhaltig und MSC-zertifiziert. Erfahren Sie hier mehr über die Qualität unseres Fettsäure-Sortiments: https://www.bonusan.com/deutsch/nahrungsergaenzungen/art/dha Schauen Sie sich unser Angebot an Fettsäuren an. 

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