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Gesunder Lebensstil bremst Alzheimer

Samstag 18 November 2017
Was haben ausreichende Bewegung, mediterrane Küche und ein gesunder BMI gemeinsam? Alle drei verringern die Wahrscheinlichkeit, dass Sie im Alter an Alzheimer erkranken. Dies zeigt eine Studie der University of California (UCLA).

 

Eine Studie der University of California zeigt, dass gesunde Ernährung, ausreichende Bewegung und ein normaler BMI die Ablagerung von Proteinen im Gehirn hemmen können. Diese Proteine treten als Plaques und Tangles in und zwischen den Nervenzellen auf. Dieses Muster wird mit der Entstehung der Alzheimer-Krankheit in Zusammenhang gebracht.

 

Lebensstil auf molekularer Ebene

Alle 44 Teilnehmer hatten leichte Gedächtnisprobleme, ohne dass bereits von einer Demenz gesprochen werden konnte. Mit einem PET-Scanner untersuchten die Forscher die Proteinablagerungen im Gehirn. „Wir waren überrascht, wie gut wir den Einfluss des Lebensstils auf molekularer Ebene beobachten konnten, sogar bereits vor dem Auftreten von gravierenden Gedächtnisstörungen.“

 

Ergänzend wurden Daten zu Ernährung, Bewegung, BMI und weiteren Lebensstilfaktoren gesammelt.

 

Weniger Plaques und Tangles

Vor allem ausreichende Bewegung, mediterrane Küche und ein normaler BMI erwiesen sich als günstig. Jeder dieser Faktoren trug zu einer geringeren Menge an Plaques und Tangles im Gehirn bei.

 

Mediterrane Küche besteht vorwiegend aus Obst, Gemüse, Nüssen, Samen, Olivenöl, Eiern, Geflügel und Fisch und enthält relativ wenig Milchprodukte und rotes Fleisch. Diese Ernährungsweise hat entzündungshemmende Eigenschaften. Vielleicht spielt auch dies eine Rolle. In früheren Untersuchungen wurde nämlich bereits gezeigt, dass Entzündungen zur Entwicklung von neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer beitragen können. 

 

Prävention und Früherkennung

„Unsere Studie bestätigt die Wichtigkeit eines gesunden Lebensstils zur Prävention der Alzheimer-Krankheit“, erklären die Forscher. „Dies gibt uns nicht nur Aufschluss darüber, wie Patienten ihr Risiko für Alzheimer reduzieren können, sondern auch, wie Veränderungen im Gehirn als Folge des Lebensstils erfasst und abgebildet werden können.“

 

Literatur

  1. Galland L., Diet and inflammation, Nutr Clin Pract. 2010 Dec;25(6):634-40
  2. Merrill DA, Siddarth P, Raji CA, Emerson ND, Rueda F, Ercoli LM, Miller KJ, Lavretsky H, Harris LM, Burggren AC, Bookheimer SY, Barrio JR, Small GW., Modifiable Risk Factors and Brain Positron Emission Tomography Measures of Amyloid and Tau in Nondemented Adults with Memory Complaints, Am J Geriatr Psychiatry. 2016 Sep;24(9):729-37.
  3. Robert I. Richards, Sarah A. Robertson, Louise V. O'Keefe, Dani Fornarino, Andrew Scott, Michael Lardelli and Bernhard T. Baune, The Enemy within: Innate Surveillance-Mediated Cell Death, the Common Mechanism of Neurodegenerative Disease. Front. Neurosci., 10 May 2016

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