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Immer häufiger NAFLD bei Kindern

Montag 13 November 2017

Neun Tage lang keine Cola, keine Limonade und kein Fruchtsaft. Mehr ist nicht nötig, um die Fettansammlung rund um die Leber bei Kindern wieder zu reduzieren. Die Leber kann laut einer aktuellen Studie sogar in den Normalzustand zurückversetzt werden [1].

 

NAFLD

Man braucht kein Alkoholiker zu sein, um eine Fettleber zu bekommen. Nichtalkoholische Fettleber (NAFLD) tritt bei mehr als 25 Prozent der niederländischen Bevölkerung auf [2].

NAFLD ist gekennzeichnet durch Ansammlung von Bauchfett, Dyslipidämie, Insulinresistenz und Low-grade-Entzündungen. Dies bildet die Grundlage einer ganzen Reihe von Erkrankungen wie metabolisches Syndrom und Typ-2-Diabetes. Auch Kinder sind bereits einem erhöhten Risiko ausgesetzt, wenn sie eine Fettleber haben. Und dies kommt immer häufiger vor.

 

Fettleber bei Kindern verdoppelt                  

Bei Kindern hat sich das Auftreten von Fettleber in den letzten 20 Jahren verdoppelt. Die Hauptübeltäter scheinen Cola, Limonaden und Fruchtsäfte sowie Zuckerzusätze zu sein, zum Beispiel auch in Fertiggerichten. Zum Glück kann dieser Trend innerhalb von neun Tagen umgekehrt werden.

„Wir haben herausgefunden, dass das Weglassen von zugesetzter Fructose ausreicht, um eine Fettleber wieder rückgängig zu machen“, erklären die Forscher. Zudem schlagen sie vor, Fructose nicht mehr nur als  „leere“, sondern auch als „toxische“ Kalorien zu betrachten.

 

Die Studie

An der Studie nahmen 41 Kinder und Teenager zwischen 9 und 18 Jahren teil. Alle waren adipös, hatten aber keinen Diabetes. Jedoch wiesen alle mindestens einen Marker für Insulinresistenz und einen hohen Zuckerkonsum auf. Der Grad der Leberverfettung wurde mit einem MRI-Scanner ermittelt.

Neun Tage lang ernährten sie sich nur von Nahrung ohne Zuckerzusätze. Dies führte zu einer durchschnittlichen Reduktion des Leberfetts um mehr als 20 Prozent. Außerdem wurden den Forschern zufolge auch starke Verbesserungen bei der Insulinsensitivität und anderen Stoffwechselmarkern festgestellt.

„Die von uns festgestellte Zunahme der Insulinsensitivität verringert potenziell das Risiko von Diabetes und anderen Erkrankungen, die mit dem metabolischen Syndrom assoziiert werden“, erklären die Forscher.

 

Ursachen von NAFLD

Der Entstehung von NAFLD umfasst zwei Phasen oder „Hits“. Der erste Hit besteht im Verzehr übermäßiger Mengen an Kohlenhydraten (durchschnittlich 200 Gramm pro Tag), gesättigter Fettsäuren und Transfettsäuren. Alle diese Faktoren beeinflussen in erster Linie die Aktivität des Leberenzyms CYP2E1, das Teil des P450-Systems in der Leber ist. Die Überaktivität  von CYP2E1 erzeugt große Mengen an freien Radikalen und induziert Lipogenese. Diese Fette werden in der Leber gespeichert und an diesem Punkt setzt die Entstehung von NAFLD ein.

Der zweite Hit besteht aus einer Kombination von Faktoren einschließlich mitochondrialer Dysfunktion, die zur noch stärkeren Bildung freier Radikale führt. Auch Insulinresistenz spielt dabei eine Rolle, ebenso ein Überschuss an Linolsäure in der Nahrung. Letzteres wirkt entzündungsfördernd, weil es die Aktivität von CYP2E1 aufwärtsreguliert und somit die Lipogenese weiter ankurbelt.

 

Fazit: Es wird dringend empfohlen, den Verbrauch von Zucker, hohen Mengen an Kohlenhydraten und Linolsäure bei Kindern genau zu überwachen.

 

Literatur

[1] Jean-Marc Schwarz, Susan M. Noworolski, Ayca Erkin-Cakmak, Natalie J. Korn, Michael J. Wen, Viva W. Tai, Grace M. Jones, Sergiu P. Palii, Moises Velasco-Alin, Karen Pan, Bruce W. Patterson, Alejandro Gugliucci, Robert H. Lustig, Kathleen Mulligan, Effects of Dietary Fructose Restriction on Liver Fat, De Novo Lipogenesis, and Insulin Kinetics in Children With Obesity, Gastroenterology (September 2017), volume 153, Issue 3, pp. 743-52.

[2] Opleiding Orthomoleculair Therapeut, deelcursus Orthomoleculaire Gezondheidsleer

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