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Kaffee kann Leben verlängern

Dienstag 31 Juli 2018

Eine aktuelle Studie zeigt, dass Kaffeetrinken lebensverlängernd wirken kann. Und das scheint sogar für Menschen zu gelten, die täglich mehr als acht Tassen Kaffee trinken.

 

Eine Umfrage unter etwa einer halben Million britischer Erwachsener ergab, dass Kaffeetrinker über einen Zeitraum von zehn Jahren hin betrachtet ein geringeres Sterberisiko zeigten als Menschen, die keinen Kaffee tranken. Diese erste groß angelegte Studie bestätigt somit positive Auswirkungen von Kaffee auf die Gesundheit.
Diese anscheinend stattfindende Verlängerung der Lebensdauer zeigte sich bei allen Arten von Kaffee, bei löslichem, gemahlenem und auch entkoffeiniertem. Selbst Menschen, die Kaffee nur langsam im Körper abbauen und ausscheiden, profitieren davon.

Bereits frühere Untersuchungen hatten gezeigt, dass Kaffee eine Reihe von gesundheitlichen Vorteilen bietet. Etwa drei Tassen Kaffee pro Tag fördern im Allgemeinen ein krankheitsfreies Leben. So senkt Kaffee unter anderem das Risiko für Leberzirrhose, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und wahrscheinlich auch für weitere chronische Erkrankungen. Außerdem scheint dieses Universalgetränk gut für die Darmflora zu sein.

 

Entwarnung für Kaffeetrinker

Bei Kaffeetrinkern lag das Sterberisiko um 10 bis 15 Prozent niedriger als bei völligen Kaffeeabstinenzlern. Unterschiede in der Menge des konsumierten Kaffees und genetische Variationen bezüglich der metabolischen Umwandlung von Kaffee wirkten sich dabei nur minimal aus. Diese Ergebnisse bedeuten nun nicht, dass Kaffee ein Elixier für ewige Jugend ist oder dass Kaffeeabstinenzler nun unbedingt damit beginnen müssen, Kaffee zu trinken. Jedoch bestätigt diese Studie aufs Neue, dass Kaffee der Gesundheit gut tut. Außerdem brauchen sich Kaffeevieltrinker keine Sorgen wegen potenziell schädlicher Wirkungen von Kaffee zu machen.

 

Komplexes Gemisch

Die großangelegte Studie wurde in der Fachzeitschrift JAMA Internal Medicine veröffentlicht. Derzeit ist noch unklar, auf welche Weise der Kaffeegenuss die Lebensdauer beeinflusst. Kaffee ist ein komplexes Gemisch aus mehr als 1000 verschiedenen Substanzen, darunter auch Antioxidantien, die vor Zellschäden schützen. Andere Forschungen deuten darauf hin, dass Kaffee entzündliche Prozesse verringert und die Insulinempfindlichkeit des Körpers verbessert, wodurch das Risiko für Diabetes reduziert wird. Nach einer Erklärung für die potenziell lebensverlängernde Wirkung von Kaffee wurde in einer Folgestudie gesucht.

 

Großangelegt und langfristig

Anfänglich wurden 9 Millionen Briten zur Studie eingeladen. Davon blieben fast 500.000 (498.134) Teilnehmer übrig, die bereit waren, langfristig an der Studie teilzunehmen. Die Studienpopulation umfasste erwachsene Männer und Frauen im Alter von 40 bis 69 Jahren. Die relativ niedrige Teilnahmequote schließt nicht aus, dass die Studienpopulation gesünder sein könnte als die übrige britische Bevölkerung. Die Teilnehmer wurden zu ihrem täglichen Kaffeekonsum, körperlichen Aktivitäten und anderen Gewohnheiten befragt. Weiterhin wurden die Teilnehmer einer allgemeinen körperlichen Untersuchung unterzogen und es wurden Blutproben entnommen. Die meisten Teilnehmer waren Kaffeetrinker. Davon tranken ein Drittel (154.000) zwei bis drei Tassen Kaffee pro Tag und etwa 10.000 mindestens acht.

 

Auch Langsamverdauer profitieren von Kaffee

Es ist bekannt, dass Koffein, einer der vielen Inhaltsstoffe im Kaffee, den Blutdruck kurzfristig erhöhen kann. Dies tritt vor allem bei Menschen mit einer bestimmten genetischen Veranlagung auf, die dazu führt, dass bei ihnen Koffein langsamer umgewandelt und abgebaut wird. Dennoch zeigte sich bei den britischen Kaffeetrinkern im Vergleich zu völligen Kaffeeabstinenzlern kein erhöhtes Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Beim Analysieren der gewonnenen Daten und Kombinieren aller Todesursachen stellte sich sogar heraus, dass auch langsame Koffeinmetabolisierer eine leichte Tendenz zu einem krankheitsfreieren und längeren Leben zeigten.

Genau wie bereits in früheren Untersuchungen zeigten Kaffeetrinker im Vergleich zu Kaffeeabstinenzlern eine stärkere Neigung, auch Alkohol zu trinken und/oder zu rauchen. Dies haben die Forscher bei der Analyse natürlich berücksichtigt und korrigiert. In der Studie wurde nicht erfasst, wie viel Zucker und Sahne dem Kaffee hinzugefügt wurden. Berge von Sahne und Esslöffel voll Zucker im Kaffee seien natürlich nicht gesund, erklären die Forscher.

 

Literatur

https://medicalxpress.com/news/2018-07-fresh-grounds-coffee-boost-longevity.html
https://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/article-abstract/2686145
https://www.bonusan.com/deutsch/neuigkeiten/fuenf-dinge-die-sie-wissen-sollten-kaffee/

 

Internetbureau W3S

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