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Linolsäure: Warum sollten Sie sie lieber vermeiden?

Dienstag 14 April 2020

Der Konsum der Omega-6-Fettsäure Linolsäure hat im Laufe der vergangenen Jahrzehnte dramatisch zugenommen. Linolsäure (LA = Linoleic Acid) ist eine mehrfach ungesättigte Fettsäure, die wir mit der Nahrung zu uns nehmen. Die wichtigsten Nahrungsquellen für Linolsäure sind pflanzliche Öle, Nüsse, Samen, Fleisch und Eier. Insbesondere pflanzliche Öle, darunter Sonnenblumenöl, Maiskeimöl, Sojaöl, aber auch Margarine, fettreduzierte Margarine, Brat- und Backfette, haben einen negativen Einfluss auf unsere Gesundheit.

Der Einfluss von Linolsäure auf unser LDL-Cholesterin

LDL-Cholesterin ist ein 'Lipoprotein geringer Dichte', das Fettmoleküle in unserem Blut transportiert. LDL transportiert die Fettmoleküle von der Leber hin zu den Orten im Körper, wo sie benötigt werden, beispielsweise zur Hormonproduktion. Aber welchen Einfluss hat Linolsäure auf das LDL? LDL besteht zu einem großen Teil aus Linolsäure. Linolsäure ist jedoch eine Fettsäure, die schnell oxidieren kann. Oxidation ist ein chemischer Prozess, in dem freie Radikale entstehen, was zu Entzündungen führen kann. Diese Entzündungen spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Atherosklerose, einer Verengung der Blutgefäße. Wir nennen dies auch Gefäßverkalkung.

 

Neben der Tatsache, dass Linolsäure zur LDL-Oxidation führen kann, senkt Linolsäure den HDL-Cholesterinwert und erhöht die Zahl der Fettmoleküle (Triglyzeride) im Blut. HDL-Cholesterin ist ein 'Lipoprotein hoher Dichte', das die Fettmoleküle aus dem Blut zur Speicherung wieder in die Leber zurücktransportiert. Bei zu wenig HDL bleiben die Fettmoleküle unnötig lang in der Blutbahn, wodurch die Blutgefäße beschädigt werden können.

 

Zu viel Linolsäure erhöht das Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6.

Die Omega-6-Fettsäure Linolsäure kommt bei unserer westlichen Ernährungsweise am häufigsten vor. Sie wird in unserem Körper in Gamma-Linolensäure (GLA) und Arachidonsäure (AA) umgewandelt. Die Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure wird im Körper in Eikosapentaensäure (EPA) und Dokosahexaensäure (DHA) umgewandelt. Von Natur aus kommen EPA und DHA vor in (fettem) Fisch, in Krill oder in Algen. Ideal ist ein Fettsäure-Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6 zwischen 1:1 und 1:5; dann erzielen diese Fettsäuren ihre optimale Wirkung. Bei unserer westlichen Ernährung beträgt das Verhältnis Omega-3 zu Omega-6 ungefähr 1:16 oder mehr, das liegt unter anderem an der starken Einnahme von Linolsäure.

Wissen in der Praxis

Aufgrund der negativen Wirkung auf LDL-Cholesterin und das Verhältnis zwischen Omega-3 und Omega-6 empfiehlt sich eine Ernährung mit einer reduzierten Menge an Linolsäure. Verwenden Sie Olivenöl, Kokosöl und Butter anstelle von pflanzlichen Ölen, Margarine, fettreduzierter Margarine sowie Brat- und Backfetten. Andererseits trägt eine erhöhte Einnahme von Omega-3 zur Verbesserung des Omega-3/-6-Verhältnisses bei. Das erreicht man durch den Verzehr von Fisch, möglichst von fettem Fisch wie Hering oder Lachs.

 

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