Alternate Text

Vier Tipps: intim und in Balance

Montag 08 Mai 2017
Wenn der Säuregrad des Hautmilieus der Vagina verringert ist, steigt das Risiko einer Störung des mikrobiotischen Gleichgewichts. Als logischer Schritt sollte in solchen Fällen auch eine umfassende längerfristige Behandlung der Vaginal- und Darmflora erfolgen.

 

Dass der Säuregrad der Vagina Schwankungen unterliegt, ist ganz normal. Wenn dann aber auch noch ein verringerter Estrogenspiegel und andere ungünstige Faktoren zusammenkommen, kann der Säuregrad so stark absinken, so dass das Scheidenmilieu aus dem Gleichgewicht gerät. Dann können Beschwerden wie Juckreiz, Irritationen und unangenehme Gerüche auftreten. Das kann sich negativ auf das Selbstvertrauen und das Vertrauen in den eigenen Körper auswirken.

                    

Schnelle Behandlung, langfristige Behandlung und Tipps

Vor allem, wenn die Probleme regelmäßig auftreten, ist eine schnelle Behandlung mit intimen Probiotika als kurzfristige Lösung auf jeden Fall zu empfehlen. Darüber hinaus kann eine langfristige Behandlung der Verdauung durchgeführt werden, durch die die Vaginalflora dauerhaft unterstützt wird. Und hier noch ein paar Tipps, die dabei helfen, das Gleichgewicht im Intimbereich wiederherzustellen und aufrechtzuerhalten.

 

1.Sicher und gesund

Kondome sind nicht nur sehr nützlich als Schutz gegen sexuell übertragbare Krankheiten und zur Verhütung von Schwangerschaften, sondern helfen auch, ein pH-stabiles Umfeld zu bewahren, in dem die wichtigsten nützlichen Bewohner des Intimbereichs überleben können. Die chemischen Eigenschaften von Sperma und Speichel können die Vagina beträchtlich aus dem Gleichgewicht bringen. Nach ungeschütztem Sex ist daher eine sorgfältige Pflege des Intimbereichs immer besonders ratsam, gleichgültig, wie „fest“ der Partner auch sein mag.

 

Ma L, Lv Z, Su J, Wang J, Yan D, Wei J, Pei S, Consistent condom use increases the colonization of Lactobacillus crispatus in the vagina, PLoS One. 2013 Jul 23;8(7):e70716.

 

2.Luftigkeit und Freiheit

Zwar liegen bisher noch fast keine zwingenden wissenschaftlichen Beweise dafür vor, dass enge Unterwäsche, Slip-Einlagen und String-Tangas zu Störungen des vaginalen Gleichgewichts führen könnten. Dennoch ist Jane Minkin, Professorin für Geburtshilfe und Gynäkologie an der Yale Universität davon überzeugt, dass luftige Baumwollunterwäsche positiv zur einem gesunden Scheidenmilieu beiträgt. Obwohl die Scheide einer der intimsten Bereiche des Körpers ist, benötigt gerade sie dringend Luftigkeit und Freiheit.

 

Runeman B, Rybo G, Forsgren-Brusk U, Larkö O, Larsson P, Faergemann J., The vulvar skin microenvironment: impact of tight-fitting underwear on microclimate, pH and microflora, Acta Derm Venereol. 2005;85(2):118-22.

 

3.Joghurt und Honig

Joghurt und Honig sind nicht nur eine leckere Zutat zum Frühstück und eine gesunde Quelle von Probiotika für den Darm, sondern auch ein sehr effektives Pflegeprodukt für die Scheide. Die Wirkung ähnelt der einer Vaginalcreme, die das Fungizid Clotrimazol enthält. Aber Joghurt und Honig haben noch sehr viel mehr zu bieten: Sie üben eine lindernde Wirkung auf verschiedene unangenehme Symptome vaginaler Infektionen aus. Wir empfehlen jedoch, vor dem Ankleiden kurz mit lauwarmem Wasser zu spülen.

 

Darvishi M, Jahdi F, Hamzegardeshi Z, Goodarzi S, Vahedi, The Comparison of vaginal cream of mixing yogurt, honey and clotrimazole on symptoms of vaginal candidiasis, Glob J Health Sci. 2015 Apr 3;7(6):108-16.

 

4. Nicht zu oft spülen

Im Gegensatz zu dem, was Ihnen vielleicht Ihr Bauchgefühl sagt, zeigt die Forschung, dass zu häufiges „Spülen“ der Vagina und die übertriebene Anwendung von Produkten zur Intimpflege, in der Absicht, die Vagina zu reinigen, geradezu nach hinten losgehen können. Ein wenig vorsichtiges Spülen mit lauwarmem Wasser kann nicht schaden, doch ist eine gesunde Vagina durchaus in der Lage, sich selbst sauber zu halten. Durch allzu intensive Waschungen mit dafür entwickelten Spezialprodukten spülen Sie jedoch auch die gesunde Vaginalflora weg.

                                                                                                       

Zhang J, Thomas AG, Leybovich E., Vaginal douching and adverse health effects: a meta-analysis, Am J Public Health. 1997 Jul;87(7):1207-11.

Cottrell BH, An updated review of of evidence to discourage douching, MCN Am J Matern Child Nurs. 2010 Mar-Apr;35(2):102-7; quiz 108-9.

 

Internetbureau W3S

Bonusan verwendet Cookies um die Webseite zu verbessern und Ihnen eine bessere Dienstleistung anbieten zu können. Möchten Sie wissen, welche Cookies wir gebrauchen? Lesen Sie hier mehr.

Accepteer Alleen Functionele Cookies