Kann man zu viel Magnesium einnehmen?

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Magnesium ist ein Mineralstoff mit einer breiten Wirkung im Körper. Es trägt beispielsweise zur Verringerung von Müdigkeit und Erschöpfung bei und unterstützt die normale Funktion der Muskeln. Aufgrund dieser vielseitigen Rolle ist es ein beliebtes Supplement.

Diese Popularität wirft eine logische Frage auf: Kann man zu viel Magnesium einnehmen? Und was passiert, wenn man zu viel davon zu sich nimmt? In diesem Artikel geben wir einen klaren und praktischen Überblick über alles, was du über die Dosierung von Magnesium, mögliche Nebenwirkungen und worauf du bei der Wahl eines Supplements achten solltest, wissen musst.

  

Was macht dein Körper mit einem Überschuss an Magnesium?

Der menschliche Körper verfügt über ein gut funktionierendes System, um die Magnesiumbalance aufrechtzuerhalten. Über die Nieren wird ein eventueller Überschuss an Magnesium, den du über die Nahrung aufnimmst, effizient ausgeschieden. Es ist daher kaum möglich, über die Nahrung zu viel Magnesium aufzunehmen. Dein Körper reguliert die Aufnahme aus Nahrungsquellen wie Spinat, Nüssen und dunkler Schokolade hervorragend.

Bei Supplements sieht das anders aus. Ein Supplement liefert eine konzentrierte Menge Magnesium in einer bestimmten Form. Wenn du eine hohe Dosierung einnimmst, kann dies den natürlichen Regulierungsmechanismus vorübergehend überlasten. Der Körper sucht dann nach einem schnelleren Weg, den Überschuss loszuwerden. Dies führt zu den häufigsten Nebenwirkungen von Magnesium: einer Reaktion des Magen-Darm-Trakts. Der Überschuss zieht Wasser im Darm an, was zu weicherem oder lockerem Stuhlgang führt. Dies ist keine schädliche Reaktion, sondern eine normale Reaktion deines Körpers, um die Balance wiederherzustellen. Die Frage, ob zu viel Magnesium schädlich ist, kann für gesunde Personen mit normaler Nierenfunktion also im Allgemeinen mit Nein beantwortet werden, auch wenn die Beschwerden als unangenehm empfunden werden können.

  

Zu viel Magnesium: Symptome und Beschwerden erkennen

Die Symptome eines Magnesiumüberschusses sind in der Regel mild und direkt mit der Verdauung verbunden. Die häufigsten Beschwerden bei zu viel Magnesium sind:

  • Ein blubberndes Gefühl im Magen oder Darm.
  • Dünnerer Stuhlgang oder Durchfall.
  • Leichte Übelkeit.
  • In manchen Fällen leichte Bauchkrämpfe.

Diese Symptome treten in der Regel kurz nach der Einnahme auf und verschwinden von selbst, sobald der Körper den Überschuss verarbeitet hat. Es ist ein klares Signal, dass die eingenommene Dosierung für deinen Körper zu dem Zeitpunkt zu hoch war. Das Erleben dieser Nebenwirkungen ist also vor allem ein Zeichen, die Dosierung zu reduzieren. Andere Beschwerden, wie Antriebslosigkeit, treten selten auf und werden in der Regel nur bei extrem hohen Einnahmen beobachtet, die weit über den empfohlenen Dosen liegen.

  

Die Rolle der Form: organisch vs. anorganisch

Nicht alle Magnesiumpräparate sind gleich. Die Form, in der das Mineral angeboten wird, spielt eine wichtige Rolle dabei, wie der Körper damit umgeht, und beeinflusst die Wahrscheinlichkeit von Magenbeschwerden durch Magnesium.

Anorganische Formen

Anorganische Formen, wie Magnesiumoxid und Magnesiumsulfat, werden häufiger mit dem abführenden Effekt in Verbindung gebracht, da sie relativ viel Wasser im Darm anziehen. Dies kann die Ursache für veränderten Stuhlgang sein.

Organisch gebundene Formen

Organisch gebundene Formen sind Verbindungen, bei denen Magnesium an eine organische Substanz, wie eine Aminosäure oder ein Zitronensäuremolekül, gekoppelt ist. Beispiele hierfür sind:

  • Magnesiumbisglycinat (gebunden an Glycin).
  • Magnesiumcitrat (gebunden an Zitronensäure).
  • Magnesiumtauraat (gebunden an Taurin).

Diese Formen werden in der Regel als milder für den Magen-Darm-Trakt angesehen.

Transdermales Magnesium

Eine weitere Form ist transdermales Magnesium, wie Magnesiumöl, das über die Haut aufgenommen wird. Da die Aufnahme über die Haut erfolgt und der Magen-Darm-Trakt umgangen wird, ist die Wahrscheinlichkeit von Magenbeschwerden oder Durchfall bei dieser Anwendung sehr gering.

  

Richtlinien für eine sichere Einnahme

Die European Food Safety Authority (EFSA) hat eine akzeptable Obergrenze für die Einnahme von Magnesium aus Supplements auf 250 mg pro Tag für Erwachsene festgelegt. Dies ist keine absolute toxische Grenze, sondern eine Richtlinie, die aufgestellt wurde, um milde Magen-Darm-Beschwerden zu vermeiden. Doseierungen über dieser Grenze, wie 500 mg Magnesium, erhöhen die Wahrscheinlichkeit dieser Nebenwirkungen erheblich.

Kann man Magnesium täglich einnehmen?

Ja. Magnesium ist ein Mineralstoff, den dein Körper täglich für Prozesse wie die normale Funktion des Nervensystems verwendet. Daher ist es problemlos möglich, Magnesium täglich zu verwenden, solange du dich an eine Dosierung hältst, die zu deinem Körper passt und keine Beschwerden verursacht.

Beginne mit einer niedrigeren Dosierung und beobachte, wie dein Körper reagiert. Erlebst du keine Beschwerden, kannst du die Dosierung bei Bedarf schrittweise erhöhen. Erlebst du Nebenwirkungen, ist es ratsam, die Dosierung zu senken oder eine andere, organisch gebundene Form zu wählen.

 

Worauf achtest du bei der Wahl eines Supplements?

Eine bewusste Wahl hilft dir, die Vorteile von Magnesium zu erleben, ohne Unannehmlichkeiten. Achte auf folgende Punkte:

  • Die Form: Überprüfe das Etikett. Organisch gebundene Formen wie Bisglycinat, Citrat oder Taurat sind in der Regel milder für die Verdauung.
  • Die Dosierung: Wähle eine Dosierung, die zu deiner Situation passt. Mehr ist nicht immer besser. Eine Dosierung um die 150 mg ist ein guter Ausgangspunkt.
  • Reinheit: Entscheide dich für ein Produkt, das von einem Hersteller hergestellt wird, der den gesamten Prozess — von der Rohstoffentwicklung bis zur Produktion — in eigener Hand hat. Seit 1966 entwickeln und produzieren wir unsere Supplements in unserer eigenen Fabrik in Numansdorp. Das sorgt für vollständige Kontrolle über Qualität und Zusammensetzung, mit so wenig wie möglich unnötigen Hilfsstoffen.
  • Kombinationen: Magnesium wird häufig mit anderen Stoffen kombiniert. Vitamin B6 beispielsweise, das ebenfalls wichtig für den Energiestoffwechsel ist und bei Müdigkeit und Erschöpfung hilft.

Durch eine bewusste Wahl einer bestimmten Form und Dosierung kannst du die Wahrscheinlichkeit eines Magnesiumüberschusses und der damit verbundenen Symptome minimieren. So machst du optimal von dem Nutzen Gebrauch, den dieses Mineral für deine Muskeln, dein Energieniveau und deine mentale Balance bietet.

  

Häufig gestellte Fragen

Was sind die ersten Symptome von zu viel Magnesium?

Die ersten und häufigsten Symptome sind mit der Verdauung verbunden. Denke dabei an ein blubberndes Gefühl im Darm, weicheren Stuhlgang oder milden Durchfall. Dies ist die Art, wie dein Körper den Überschuss abbaut.

Kann man über die Nahrung zu viel Magnesium aufnehmen?

Nein, es ist praktisch unmöglich, über normale Nahrung eine schädliche Menge Magnesium aufzunehmen. Dein Körper reguliert die Aufnahme aus Nahrungsquellen sehr effizient, und die Nieren scheiden einen eventuellen Überschuss aus. Die Frage, ob man zu viel Magnesium einnehmen kann, ist daher vor allem für die Supplement-Einnahme relevant.

Verursacht jede Form von Magnesium Magenbeschwerden?

Nicht jede Form hat die gleiche Wirkung. Anorganische Magnesiumformen, wie Magnesiumoxid, sind dafür bekannt, häufiger einen abführenden Effekt zu verursachen. Organisch gebundene Formen, wie Magnesiumbisglycinat, sind in der Regel milder für Magen und Darm und verursachen weniger Wahrscheinlichkeit dieser Art von Beschwerden.